• 22.04.2026, 11:20:03
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Marchetti: Stärkung der Sonderpädagogik rasch umsetzen – Ankündigungen reichen nicht

Kritik an fehlenden Inhalten im "Plan Z" im Bereich Sonderpädagogik – Klare Absage an ideologisches Gesamtschul-Experiment "sechsjährige Volksschule"

Wien (OTS) - 

“Die auf unser Bestreben im Rahmen des gemeinsamen Regierungsprogramms von ÖVP, SPÖ und NEOS vereinbarte Wiedereinführung einer eigenständigen Lehramtsausbildung für Inklusion und Sonderpädagogik ist ein dringend notwendiger Schritt. Diese Expertise wird im Schulsystem ohne Zweifel gebraucht. Aus unserer Sicht hat nämlich jedes Kind das Recht, entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse bestmöglich gefördert und betreut zu werden. Hier braucht es handfeste Maßnahmen. Das Lehramtsstudium Inklusion und Sonderpädagogik bildet dafür die unverzichtbare Grundlage”, betont der Bildungssprecher der Volkspartei, Nico Marchetti.

Marchetti kritisiert, dass das wesentliche Vorhaben, die eigenständige Lehramtsausbildung für Inklusion und Sonderpädagogik, das im Regierungsprogramm verankert ist, im “Plan Z" keinen Platz gefunden hat: “Nicht nur das verpflichtende Modul für inklusive Pädagogik im regulären Lehramtsstudium, sondern auch eine eigenständige Lehramtsausbildung für Inklusion und Sonderpädagogik müssen rasch realisiert werden. Wir halten hier unbeeindruckt an dem Regierungsprogramm fest und fordern den Bildungsminister auf, zu liefern.”

Auch den Überlegungen zu einer sechsjährigen Volksschule erteilt Marchetti erneut eine Absage: “Zwei zusätzliche Jahre ohne ein klares pädagogisches Konzept bedeuten keinen Fortschritt, sondern ein ideologisches Gesamtschul-Experiment mit ungewissem Ausgang. Es ist völlig offen, was abseits von Marketingsprüchen die konkrete Verbesserung für Schülerinnen und Schüler sein soll. Übrig bleibt wie so oft eine Schlagzeile und viel Verunsicherung für die Eltern”, so Marchetti.

“Wir sind jederzeit bereit, konstruktiv an Reformen mitzuwirken – Voraussetzung dafür ist jedoch eine fundierte und durchdachte inhaltliche Grundlage. Im Regierungsprogramm steht genug, was noch nicht umgesetzt ist, wo wir mit voller Kraft an der Umsetzung mitwirken. Die harte Währung an der der Bildungsminister gemessen wird ist nicht, wie schillernd seine Inszenierung war, sondern konkrete, umgesetzte Reformen und daran, ob Schülerinnen und Schüler besser Lesen, Schreiben und Rechnen können als vor seinem Amtsantritt”, so der Bildungssprecher abschließend. (Schluss)

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