- 21.04.2026, 08:37:32
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- OTS0029
AVISO: "Selber schuld!", Österreichische Armutskonferenz am 28./29.April in Salzburg
Hauptvorträge Historikerin Nina Verheyen und Philosoph Christian Neuhäuser: Ringen um „solidarischen Leistungsbegriff“ / Armut bekämpfen, nicht die Armen
Termin: 15. Österreichische Armutskonferenz, 28. und 29.April, Bildungshaus St.Virgil, Salzburg.
Hauptvorträge und Gesprächspartner:innen (Di,28.04)
- Nina VERHEYEN, Professur für Neuere und Neueste Geschichte, Universität zu Köln
“Der Leistungsglaube zwischen Ungleichheit und Emanzipation. Eine historische Spurensuche.” - Christian NEUHÄUSER, Professor für Praktische Philosophie, TU Dortmund
“Armut, Reichtum und der Kampf um eine solidarische Leistungserzählung.”
https://www.armutskonferenz.at/aktivitaeten/15-armutskonferenz-selber-schuld/keynotes-am-28-april-2026-10-30h.html
Weitere Gesprächspartner:innen aus den Werkstätten (Di, 28.04; Mi, 29.04)
- Psychische Gesundheit: Silke STIFTINGER (Erfahrungsexpertin, Exit Social), Thomas KEPLINGER (pro mente)
- Für eine Schule, die stärkt statt beschämt: Daniela BRODESSER (Armutserfahren, Verein SoliTank), Veronika WÖHRER (Professorin, Bildungswissenschaft, Uni Wien)
- Kritische Finanz- und Wirtschaftsbildung statt „Selber Schuld“: Volker SCHWIER (Didaktik, Uni Bielefeld), Herbert PICHLER (Lehrer, Uni Wien), Clemens MITTERLEHNER (Schuldenberatung)
- Medien. „Sichtbar Werden statt Selber Schuld“: Maria PERNEGGER (MediaAffairs), Josef SEETHALER (Akademie der Wissenschaften), Johannes MAYERBRUGGER („Sichtbar Werden“), Brigitta HÖPLER (Augustin), Christina REPOLUST (Straßenzeitung Apropos)
- Niemals vergessen statt Brandmarkung als „Minderleister“ & „Asoziale“: Siegrid FAHRECKER (Enkelin Anna Burger, ermordet KZ Ravensbrück), Jürgen HEIB (Zwangsarbeitslager Schlögen), Waltraud KANNONIER FINSTER (Großnichte Josef Finster, zu Tode gebracht KZ Flossenbürg), Andreas KRANEBITTER (DÖW)
VOR! Konferenzen (Mo, 27.04)
- „Ein Tag ohne Frauen“, Filmvorführung & Gespräch
mit Ina IVANCEANU, Autorin und Regisseurin des Dokumentarfilms „Who cares“ - Betroffen-Vor!-Konferenz: „Armut bekämpfen, nicht uns Arme“
Jetzt reden wir: Armutsbetroffene organisieren sich, Plattform „Sichtbar Werden“ - "Ideenreichtum"
Vor!-Konferenz für junge Armutsforschung
https://www.armutskonferenz.at/aktivitaeten/15-armutskonferenz-selber-schuld/vor-konferenzen-am-27-april-2026.html
Armut bekämpfen, nicht die Armen.
„Leistung“, „Chancen“ oder „Kompetenzen“ (Literacy) sind wichtig. Die Begriffe werden aber auch missbraucht, um soziale Ungleichheit in der Gesellschaft zu rechtfertigen. Die Verantwortung für gesellschaftliche Missstände wird auf Einzelne verlagert und die „Schuld“ alleine den Betroffenen zugeschrieben. Ausgeblendet werden hingegen politische, wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen, die Armut hervorbringen und verfestigen. Hier setzt die Konferenz an: Sie untersucht die Mechanismen, die Armut individualisieren und Betroffene beschämen – und sucht gemeinsam nach Lösungen. Im Mittelpunkt steht die Forderung, Armut konsequent zu bekämpfen – und nicht die Armen.
Viele Tätigkeiten, die unsere Gesellschaft am Laufen halten, sind schlecht bezahlt und wenig wertgeschätzt. Doch Sorgearbeit, Kindererziehung, Pflege und allgemeine Reproduktionsarbeit sind grundlegend für unser Arbeits- und Wirtschaftsleben. Ohne sie funktioniert keine Gesellschaft. Gleichzeitig zeigt sich: Wer erbt, hat bessere Chancen. So wird Status weniger durch Leistung als vielmehr in der Geburtslotterie erworben. Die „Leistungslüge“ verdeckt diese Ungerechtigkeit, indem sie Armut und Ungleichheit zu einem persönlichen Versagen erklärt. Dahinter verbirgt sich die unausgesprochene Annahme, dass Menschen ihre Armut schon „verdient“ haben.
Bunte Konferenz
Die Armutskonferenz ist als Netzwerk von über vierzig sozialen Organisationen, Bildungs- und Forschungseinrichtungen sowie Zusammenschlüssen von Armutsgefährdeten wie Alleinerziehenden und chronisch Kranken aktiv. Sie thematisiert Hintergründe und Ursachen, Daten und Fakten, Strategien und Maßnahmen gegen Armut in Österreich. Gemeinsam mit Armutsbetroffenen engagiert sie sich für eine Verbesserung der sozialen, ökonomischen und gesundheitlichen Lebenssituation. Die in der Armutskonferenz zusammengeschlossenen sozialen Organisationen beraten, unterstützen und begleiten über 500.000 Menschen im Jahr. https://www.armutskonferenz.at/30-jahre-armutskonferenz
SERVICE:
15.Armutskonferenz „Selber Schuld! Armut und die Leistungslüge“, 28./29.April 2026, Bildungshaus St.Virgil, Ernst Greinstraße, Salzburg.
https://www.armutskonferenz.at/selber-schuld
Über Ihr Interesse würden wir uns sehr freuen. Kontakte für Interviews mit Vortragenden und Teilnehmenden versuchen wir - gerne auch im Vorfeld- herzustellen.
Rückfragen & Kontakt
Die Armutskonferenz.
www.armutskonferenz.at
01/4026944 oder 0664/5445554
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