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Ausstellungseröffnung am 23. April, 18:00 Uhr: „Dinge erzählen. Archäologie des KZ-Systems Mauthausen-Gusen“
Die Ausstellung präsentiert Ergebnisse von über 20 Jahren archäologischer Forschung an Orten ehemaliger Konzentrationslager – Bustransfer zur Eröffnung ab Linz Hauptbahnhof

Welche Überlebensstrategien mussten Häftlinge entwickeln? Welche Objekte mussten sie selbst herstellen, wie zum Beispiel Löffel oder Schuhe, um Nahrung aufnehmen oder sich vor Verletzungen schützen zu können? Welche Objekte sagen etwas über die Privilegien der SS aus?
Seit 2002 lässt die KZ-Gedenkstätte Mauthausen an den Arealen ehemaliger Konzentrationslager Grabungen durchführen. Angefangen hat die Zusammenarbeit mit Archäolog*innen mit den Planungen zum Besucher*innenzentrum, vor dessen Bau der Boden untersucht wurde. Seitdem wurden neben Mauthausen auch die ehemaligen Konzentrationslager, Gusen, Gunskirchen, Ebensee, Melk, Ternberg, Loiblpass, Leibnitz und Hirtenberg archäologisch erforscht.
Die Ergebnisse von 24 Jahren interdisziplinärer Forschung werden nun in der Sonderausstellung Dinge erzählen im ehemaligen Reviergebäude an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen (Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen) einem breiten Publikum vorgestellt.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 23. April um 18:00 Uhr in Anwesenheit der zuständigen wissenschaftlichen Leiterinnen Claudia Theune (Universität Wien) und Barbara Hausmair (Universität Innsbruck) sowie der Kuratorinnen Nora Pierer und Nathalie Soursos statt. Musik: The Zew.
62 teils noch unbekannte Objekte erzählen Geschichten und laden zur Auseinandersetzung ein. Gegraben wurde am Appellplatz, am Grund des Teiches im „Wiener Graben“ und in der Melker „Blutsickergrube“ sowie an Orten wie dem „Sanitätslager“, wo Menschen dem Sterben überlassen wurden. Auch die Vertuschungsversuche der SS gegen Kriegsende, zum Beispiel durch die Demontage der Gaskammer, sind durch archäologische Forschungen dokumentiert.
„Die Archäologie liefert – oft durch unscheinbare Objekte – wichtige Erkenntnisse zum Alltag der Häftlinge, ihrer Macht und Ohnmacht und zur Struktur des Konzentrationslagersystems.“ – Claudia Theune (Universität Wien)
Die Ausstellung zeigt, inwieweit archäologische Grabungen Aufschluss über zerstörte Raumstrukturen und individuelle menschliche Erfahrungen geben können. Sie gewährt Einblicke in die Arbeitsweisen der modernen Archäologie und bietet Anknüpfungspunkte für eigene Überlegungen.
Zur Ausstellungseröffnung wird ein kostenloser Shuttlebustransfer ab dem Linzer Hauptbahnhof nach Mauthausen und retour angeboten (Anmeldung unter [email protected] erforderlich): 17:00 Uhr ab Linz Hbf; 17:20 Uhr ab JKU Linz / Rückfahrt nach Ende der Veranstaltung.
Ausstellungseröffnung
Datum: 23.04.2026, 18:00 Uhr
Art: Ausstellungen
Ort: ehem. Reviergebäude, KZ-Gedenkstätte Mauthausen
Rückfragen & Kontakt
KZ-Gedenkstätte Mauthausen | Mauthausen Memorial
Mag.a Valerie Seufert
Leiterin Kommunikation & Veranstaltungen
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