- 16.04.2026, 09:12:02
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aktion leben befürwortet Unterhaltsgarantie
aktion leben ruft auf zu rascher Einigung und Umsetzung des für 2026 angekündigten Unterhaltsgarantie-Fonds für Alleinerziehende.
Der im Regierungsprogramm angekündigte Unterhaltsgarantie-Fonds soll der Vermeidung von Frauen- und Kinderarmut dienen. „Die Umsetzung der Unterhaltsgarantie ist dringend notwendig, denn in unserer Beratung begleiten wir viele Frauen, die weder Unterhalt noch Unterhaltsvorschuss bekommen“
, sagt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich, Trägerin einer geförderten Familienberatungsstelle. Dies sei etwa dann der Fall, wenn der Vater nicht bekannt, nicht greifbar oder nicht zahlungswillig oder zahlungsfähig ist, wie konkrete Fallbeispiele aus der Beratungspraxis zeigen (siehe unten).
Existenzielle Absicherung von Müttern und Kindern
Auch durch lange Verfahren bei Vaterschafts-Anerkennungen und Unterhaltsexekution bekämen Frauen oft monatelang kein Geld, hätten aber alle Lebenserhaltungskosten zu tragen. „Wenn der Vater bei Gerichtsterminen nicht erscheint und wegen Einspruchsfristen werden die Prozesse häufig noch weiter hinausgezögert“, erklärt Kronthaler.
Streit, Erpressung, Machtspiele rund um Unterhaltszahlungen
Wenn sich Väter ihrer Verantwortung entziehen, gehe dies auf Kosten von Frauen und Kindern. „Babys brauchen rund um die Uhr eine psychisch stabile und verfügbare Mutter. Existenzängste, lange Gerichtsverfahren und Konflikte stellen jedoch eine enorme psychische Belastung für die Frauen da.“
Oftmals würden über die „Unterhaltsabhängigkeit“ der Frauen auch Beziehungskonflikte ausgetragen sowie seitens der Väter Macht und Kontrolle ausgeübt.
Konkrete Beispiele aus der Beratungspraxis von aktion leben
„Es gibt Ex-Partner, die derart Druck auf die Frau ausüben, bis sie auf den Unterhalt verzichten – erst dann würde Psychoterror beendet,“ berichtet Kronthaler. Immer wieder würden sich Männer auch der Vaterschaftsanerkennung entziehen und ins Ausland absetzen. „Dann stehen die Frauen mit ihren Babys gerade in der vulnerabelsten Phase allein da“, so Kronthaler. „Es ist bekannt, dass sich das Stressempfinden der Mutter auf die Kindesentwicklung auswirkt. Daher muss die finanzielle und auch emotionale Sicherheit Müttern und Kindern in unserer Gesellschaft höchste Priorität haben.“
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