- 15.04.2026, 11:19:32
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Forschung für alle: Wissenschaftsbotschafter:innen kommen in Bibliotheken
Ausweitung der Initiative bringt Forschung direkt zu Menschen aller Altersgruppen
Wissenschaft findet nicht nur im Labor oder im Hörsaal statt, sondern betrifft unser tägliches Leben – von Gesundheit und Umwelt über Arbeit und Technologie bis hin zu unserem Zusammenleben. Damit möglichst viele Menschen daran teilhaben können, bringen Wissenschaftsbotschafter:innen ihre Forschung erstmals auch in Bibliotheken in ganz Österreich.
Damit wird das erfolgreiche Vermittlungsangebot „Wissenschaftsbotschafter:innen“, das bislang Schulen, Kindergärten und Horte umfasst, um einen weiteren wichtigen Bildungs- und Begegnungsort erweitert. Ziel ist es, Wissenschaft für Menschen aller Altersgruppen und gesellschaftlicher Hintergründe unmittelbar erlebbar zu machen und das Interesse an Forschung nachhaltig zu stärken.
Kick-Off im 10. Wiener Gemeindebezirk
Zum Kick-Off der Erweiterung der Initiative wurde die Zweigstelle „Neues Landgut“ der Büchereien der Stadt Wien im 10. Wiener Gemeindebezirk besucht, im Beisein von Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner, dem Wiener Gemeinderat Stefan Gara und OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice.
Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, dazu: „Wissenschaft muss für alle Menschen zugänglich sein – nicht nur an Hochschulen, sondern mitten im Alltag. Öffentliche Bibliotheken sind Orte des Wissens, der Begegnung und des offenen Zugangs für alle. Wenn Forschung dorthin kommt, wo Menschen lernen, lesen und diskutieren, stärkt das unsere wehrhafte Demokratie. Dass die Wissenschaftsbotschafter:innen nun auch Bibliotheken besuchen, ist daher ein wichtiger Schritt, um Forschung noch stärker in die Gesellschaft zu bringen.“
Jakob Calice, Geschäftsführer des OeAD, hebt den Erfolg der Initiative Wissenschaftsbotschafter:innen hervor: „Die große Nachfrage aus Schulen zeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Forschenden und der Gesellschaft ist. Mit den Bibliotheken erschließen wir nun einen weiteren niederschwelligen Ort, um Wissenschaft für noch mehr Menschen zugänglich zu machen.“
Der Wiener Gemeinderat und Sprecher für Wissenschaft und Forschung Stefan Gara betont den Mehrwert der Initiative für die Bevölkerung: „Mit den Wissenschaftsbotschafter:innen bringen wir Forschung dorthin, wo sie im Alltag der Wienerinnen und Wiener ankommt – in unsere Bibliotheken als offene Orte für Bildung, Austausch und Neugier. Das stärkt nicht nur das Verständnis für Wissenschaft in der gesamten Bevölkerung, sondern ist auch ein enormer Mehrwert für unsere Schulen: Kinder und Jugendliche erleben Forschung aus erster Hand, stellen Fragen, entwickeln kritisches Denken und entdecken vielleicht sogar ihre eigene Begeisterung für Wissenschaft. So verbinden wir niederschwelligen Zugang zu Wissen mit den Zukunftskompetenzen, die unsere Stadt braucht.“
Die Freude über den Besuch der Wissenschaftsbotschafterin teilt auch der Leiter der Büchereien der Stadt Wien, Bernhard Pöckl: „Die öffentlichen Büchereien sind mit großer Freude Gastgeberin der Wissenschaftsbotschafter*innen. Einfacher Zugang zu Wissen und Unterhaltung ist unser zentrales Anliegen. In Zeiten, in denen Fakten und wissenschaftliches Grundwissen in Frage gestellt wird, arbeiten wir gerne bei dieser Initiative mit.“
Bibliotheken als Orte der Begegnung mit Wissenschaft
Bibliotheken sind heute mehr als Orte, an denen Bücher ausgeliehen werden. Sie sind öffentliche Räume für Bildung, Austausch und Begegnung. Und damit ideale Orte, um Wissenschaft für alle zu vermitteln.
Seit vielen Jahren engagieren sich Forschende als Wissenschaftsbotschafter:innen ehrenamtlich an Schulen in ganz Österreich. Sie leiten interaktive Workshops, berichten aus ihrem Forschungsalltag, erzählen von ihrem beruflichen Werdegang und beantworten Fragen zu ihren Forschungsgebieten aus erster Hand.
Die hohe Nachfrage unterstreicht den Erfolg der Initiative: Seit Jahresbeginn 2026 sind bereits über 215 Anfragen aus Schulen beim OeAD eingegangen. Aktuell stehen mehr als 640 Forschende als Wissenschaftsbotschafter:innen zur Verfügung, viele von ihnen künftig auch für Besuche in Bibliotheken.
Für Forschende sind die Besuche in Bibliotheken eine wertvolle Gelegenheit, mit neuen Zielgruppen wie Erwachsenen oder Familien in Kontakt zu kommen, wie Barbara Heinisch, Eurac Research/Institut für Angewandte Sprachforschung, bei ihrem ersten „Forschungsbesuch“ in einer Bibliothek betont: „Bibliotheken bringen Menschen und Wissen zusammen. Für uns Forschende sind sie ein idealer Ort, um mit Interessierten über unsere Arbeit ins Gespräch zu kommen und Neugier auf Wissenschaft zu wecken.“
Fakten zur OeAD-Initiative
- 380 Schulbesuche wurden im Jahr 2025 durchgeführt.
- Im Herbst 2025 ist die Initiative auf Kindergärten und Horte ausgeweitet worden, derzeit stehen dafür 75 Forschende zur Verfügung.
- Das neue Angebot richtet sich an alle Bibliotheken in Österreich.
- Die Themen reichen von A wie Archäologie bis Z wie Zoologie.
- Die Besuche sind vor Ort und für Schulen auch virtuell möglich.
- Die Teilnahme ist kostenlos, gegebenenfalls können Reisekosten anfallen.
Begleitung, Qualitätssicherung und Weiterbildungsangebote durch den OeAD
Die Initiative „Wissenschaftsbotschafter:innen“ von Österreichs Bildungsagentur OeAD wird finanziert vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF).
Um Forschende sowie Bibliothekarinnen und Bibliothekare bestmöglich zu begleiten, stellt der OeAD unterstützende Materialien zur Verfügung. Dazu zählen ein Leitfaden und Checklisten zur Planung und Durchführung der Workshops und Vorträge sowie gezielte Weiterbildungsangebote. Forschende können sich bei den Trainings “Science Engagement Kompetenzen” des Vereins ScienceCenter Netzwerk gezielt fortbilden. Zusätzlich ist der OeAD bei Fachveranstaltungen für Bibliothekarinnen und Bibliothekare präsent und öffnet ausgewählte Fortbildungen für diese.
Anfragen für Besuche sind jederzeit über die OeAD-Website (www.youngscience.oead.at/botschafter_innen) möglich. Die benutzerfreundliche Buchungsplattform bietet Filtermöglichkeiten nach Bundesland und Zielgruppe und erleichtert so die Auswahl thematisch passender Wissenschaftsbotschafter:innen.
Fotos: https://filesender.aco.net/?s=download&token=9fe9f194-80f7-483e-84dd-d0e731735595
Fotocredit: BMFWF
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung
Florian Atzmüller
Telefon: +43 664 78092423
E-Mail: [email protected]
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