• 15.04.2026, 10:02:32
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FPÖ – Brückl: „Kürzungen bei Fremdsprachen gefährden Bildungsniveau und Zukunftschancen“

Einschnitte bei Latein und zweiter Fremdsprache untergraben gymnasiale Bildungsqualität

Wien (OTS) - 

„Der vom NEOS-Bildungsminister angekündigte Frontalangriff auf die klassische Allgemeinbildung ist ein weiterer Schritt zur Zerstörung unseres bewährten Schulsystems“, erklärte heute der FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl zu den Plänen, den Fremdsprachenunterricht zugunsten von Fächern wie ‚Informatik und Künstliche Intelligenz‘ sowie ‚Medien und Demokratie‘ zu kürzen. Betroffen seien sowohl die zweite lebende Fremdsprache als auch Latein. Anstatt unsere Schüler zu fordern und zu fördern, wird die Substanz einer Bildungsform infrage gestellt, die auf Mehrsprachigkeit, analytischer Präzision und kultureller Tiefenschärfe beruht. Gerade für eine Exportnation wie Österreich ist dieser Schritt ein selbstzerstörerischer Akt“, so Brückl weiter.

„Mehrsprachigkeit ist kein Luxus, sondern eine Schlüsselkompetenz. Wer hier den Rotstift ansetzt, beraubt unsere Jugend ihrer Chancen und degradiert Österreich zu einem bildungspolitischen Entwicklungsland“, betonte Brückl und weiter: „Latein ist das exakte Gegenteil von oberflächlichem Zeitgeistwissen. Es ist das Fitnesscenter für den Geist und fördert logisches Denken, sprachliche Präzision und intellektuelle Disziplin. Diese Fähigkeiten sind gerade in einer Zeit von Digitalisierung und medialer Verflachung unverzichtbar. Die schwarz-rot-pinke Verliererkoalition will aber offenbar keine kritisch denkenden Schüler mehr.“

„Darüber hinaus leistet Latein einen unverzichtbaren Beitrag zur kulturellen und historischen Orientierung. Die Auseinandersetzung mit den Wurzeln Europas vermittelt Maßstäbe für Sprache, Argumentation und politisches Denken. Neue Inhalte dürfen nicht als Vorwand für einen ideologischen Kahlschlag dienen. Hier wird unter dem Deckmantel der Modernisierung ein Angriff auf die Substanz der Allgemeinbildung geführt. Eine solide humanistische Bildung ist aber das Fundament, auf dem alles andere aufbaut, und nicht umgekehrt“, stellte Brückl klar.

Der FPÖ-Bildungssprecher kündigte an, dass die Freiheitlichen heute im parlamentarischen Bildungsausschuss einen Antrag einbringen würden. Darin werde der NEOS-Bildungsminister aufgefordert, die geplanten Kürzungen beim Fremdsprachenunterricht an österreichischen Gymnasien umgehend zu stoppen und sicherzustellen, dass sowohl Latein als auch die zweite lebende Fremdsprache weiterhin im bisherigen Stundenausmaß als integrale Bestandteile des Lehrplans erhalten bleiben. Ziel sei es, die Vermittlung von Sprachbewusstsein, logischem Denken sowie kultureller und historischer Orientierung nachhaltig abzusichern.

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