• 14.04.2026, 12:49:02
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ÖH ad Studierendensozialerhebung: 5€-Mensa-Menü kommt, Verbesserungen bei Studienbeihilfe gefordert

Mit der Einführung des 5€-Mensa-Menüs verzeichnet die ÖH einen sichtlichen Erfolg für Studierende in Österreich. Allerdings gilt es in allen Bereichen weiterhin laut zu bleiben.

Wien (OTS) - 

Soeben präsentierte das Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Österreichischen Hochschüler_innenschaft die Zahlen der Studierenden-Sozialerhebung 2025.

Die Studierenden-Sozialerhebung legt alle zwei Jahre die soziale Lage der Studierenden dar und zeigt auch dieses Jahr wieder große Problemstellen auf: Zu den größten Baustellen zählen die finanzielle Lage, die Wohnsituation und die psychische Gesundheit der Studierenden. Genau dort setzt die Österreichische Hochschüler_innenschaft an.

Die wichtigsten Zahlen der diesjährigen SOLA:

Studierende arbeiten im Durchschnitt 20,2 Stunden pro Woche, dabei sinkt bereits ab einem Ausmaß von 11 Wochenstunden der Studienerfolg. Für eine Mehrheit ist das Arbeiten während dem Studium eine Notwendigkeit und kein freiwillige Tätigkeit. Die Wohnkosten sind seit 2015 um 51 % gestiegen – das stellt eine enorme finanzielle Belastung dar. Studierende geben überdurchschnittlich viel ihres Einkommens für Wohnen aus – von jedem Zehner gehen 4 Euro fürs Wohnen drauf (38%).

Bildung wird in Österreich vererbt

54 % aller Studierenden sind sogenannte First-Generation-Students – im Vergleich zur Gesamtbevölkerung weiterhin eine starke Verzerrung. Der Bildungsstand der Eltern ist und bleibt maßgeblich für den eigenen Bildungsstand verantwortlich. Wir müssen uns bewusst sein, dass Studieren für viele Menschen weiterhin ein Wunschtraum bleibt,“ mahnte Selina Wienerroither aus dem ÖH-Vorsitz bei der Pressekonferenz.

Handlungsbedarf bei Beihilfen

Da die Einkommensgrenze der Eltern nicht valorisiert wird, sind immer weniger Studierende anspruchsberechtigt: Die Bezieher_innen der Familienbeihilfe sind auf 39,7 % gesunken, bei der konventionellen Studienbeihilfe auf 11,1 %. Die ÖH kritisiert zudem weiterhin, dass die Familienbeihilfe 2026 nicht mehr valorisiert wird, was eine weitere soziale Belastung für viele Studierende darstellt. Dabei sind 23 % der Studierenden (erheblich) materiell und sozial benachteiligt – 25 % geben an, (sehr) stark von finanziellen Schwierigkeiten betroffen zu sein. Bei der Studienbeihilfe beträgt die durchschnittliche Förderhöhe 684 Ꞓ, was weiter deutlich unter der Armutsgefährdungsgrenze von 1661Ꞓ liegt. Die ÖH fordert hier eine Erhöhung sowie die automatische Antragstellung, damit mehr Studierende von der Leistung profitieren.

„Rund 6 von 10 Studierenden leben mit ihrem Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze. Gleichzeitig schrumpft der Anteil der Studienbeihilfebezieher_innen – hier braucht es eine Trendwende. An einer Erhöhung der Studienbeihilfe und der automatischen Antragstellung führen für uns langfristig kein Weg vorbei,“ so Viktoria Kudrna aus dem ÖH-Vorsitz.

Hinter jedem Witz darüber, dass Studierende sich gegen Monatsende nur mehr Nudeln mit Pesto leisten können, steckt eine harte Realität: Studierendenarmut ist ein Dauerzustand, der zu oft auf die leichte Schulter genommen wird.”, fasste es Selina Wienerroither bei der Pressekonferenz zusammen.

Ebenfalls erschreckend: 46 % der Studierenden haben ein (stark) eingeschränktes Wohlbefinden. Diese Zahl ist ein klares Alarmsignal und ein Auftrag an die Politik, endlich Maßnahmen zur Entlastung der Studierenden zu ergreifen.

Forderungen der Österreichischen Hochschüler_innenschaft in Hinblick auf die SOLA 2025

Die Österreichische Hochschüler_innenschaft nutzte die Pressekonferenz auch, um ihre zentralen Forderungen klar zu präsentieren. Das bedeutet für die bundesweite Studierendenvertretung insbesondere die Erhöhung der Studienbeihilfe in Verbindung mit einer automatischen Antragstellung, damit hier keine bezugsberechtigte Person vergessen wird. Auch die Ausfinanzierung der Wohnheimförderung im Budget ist ein Kernanliegen, um die Wohnsituation für viele Studierende zu verbessern.

Großer Erfolg: Das 5Ꞓ-Mensa-Menü kommt!

Ein günstiges, gutes Mittagessen an jeder Hochschule ist nicht nur eine lang bestehende Forderung der ÖH, sondern auch eine wichtige Drehschraube um Studierende finanziell zu entlasten und einen Ort des Zusammenkommens am Campus zu schaffen. Umso mehr erfreut zeigt sich die Österreichische Hochschüler_innenschaft über die Ankündigung des flächendeckenden 5Ꞓ-Mensa-Menüs während der heutigen Pressekonferenz:

Die Schaffung eines günstigen Mensa-Menüs ist ein gutes Zeichen für alle Studierenden in Österreich. Hier hat sich die Hartnäckigkeit der ÖH klar ausgezahlt!, so Umut Ovat (ÖH-Vorsitz)

Rückfragen & Kontakt

Pepe Loibner
Pressesprecher

Telefon: +43 676 88852217
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.oeh.ac.at/presse

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