• 11.04.2026, 07:57:03
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FPÖ – Mölzer: „Eurovision Song Contest 2026 darf nicht zum Millionengrab für Steuerzahler werden“

FPÖ-Kultursprecher drängt auf Klarheit über Finanzierung und Sicherheitskonzept beim Eurovision Song Contest 2026

Wien (OTS) - 

Im Zusammenhang mit der Austragung des Eurovision Song Contest 2026 in Wien übte der freiheitliche Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer erneut deutliche Kritik an der mangelnden Transparenz sowie an der drohenden massiven Belastung der österreichischen Steuerzahler. Mit umfassenden parlamentarischen Anfragen an den SPÖ-Kulturminister sowie an den ÖVP-Innenminister will Mölzer nun für Klarheit sorgen.

„Wenn für ein derartiges Mega-Event ein zweistelliger Millionenbetrag im Raum steht, dann hat die Bevölkerung ein Recht darauf zu erfahren, wie hoch die tatsächlichen Gesamtkosten sind, wie sich diese im Detail zusammensetzen und vor allem, wer am Ende die Rechnung bezahlt“, betonte der FPÖ-Kultursprecher. Es sei völlig unklar, welche Anteile Bund, Stadt Wien, ORF, europäische Rundfunkinstitutionen und private Sponsoren tatsächlich übernehmen. Ebenso stelle sich die Frage, aus welchen konkreten Bundesbudgets diese Mittel stammen sollen und ob dafür Umschichtungen oder gar Sonderdotierungen vorgesehen sind.

Besonders kritisch sieht der FPÖ-Abgeordnete, dass es offenbar keine klar kommunizierte Kostenobergrenze gibt. „Wie will die Bundesregierung verhindern, dass – wie bei ähnlichen Veranstaltungen im Ausland – die Kosten am Ende explodieren?“, so Mölzer. Ebenso sei offen, ob es verbindliche Vereinbarungen zwischen Bund, Stadt Wien und ORF zur Kostentragung gibt oder ob hier auf gut Glück mit Steuergeld operiert wird.

Auch die wirtschaftlichen Effekte würden von Regierungsseite gerne beschönigt, ohne belastbare Zahlen vorzulegen. Der FPÖ-Kultursprecher stellte daher die zentrale Frage, mit welchen realistischen Einnahmen aus Tourismus, Steuern und Wertschöpfung tatsächlich gerechnet wird und ob entsprechende Studien oder fundierte Kosten-Nutzen-Analysen vorliegen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Kritik betrifft die Intransparenz bei Vergaben und externen Leistungen. Es müsse offengelegt werden, in welchem Umfang externe Dienstleister, Eventagenturen oder Beratungsunternehmen beauftragt werden, welche Kosten dadurch entstehen und nach welchen Kriterien diese Aufträge vergeben werden. Ebenso sei zu klären, ob zusätzliche Planstellen im Bundesdienst geschaffen werden und wie ein wirksames Kostencontrolling sichergestellt werden soll.

Deutliche Worte fand der FPÖ-Kultursprecher auch in Richtung Innenministerium. Die Anfrage an den ÖVP-Innenminister zeige deutlich, dass auch im Sicherheitsbereich viele Fragen unbeantwortet sind. „Die Bevölkerung hat ein Recht darauf zu wissen, welche konkreten Sicherheitsmaßnahmen geplant sind, wie viele Polizeikräfte im Einsatz stehen werden und welche Kosten dadurch entstehen“, betonte Mölzer. Gerade angesichts der aktuellen Bedrohungslage in Europa stellt sich die Frage, welche Konzepte zur Terrorabwehr, zur Abwehr von Cyberangriffen und zur Verhinderung von Ausschreitungen überhaupt vorliegen.

Unklar sei zudem, in welchem Ausmaß Polizeikräfte aus den Bundesländern abgezogen werden und welche sicherheitspolitischen Lücken dadurch andernorts entstehen könnten. Ebenso müsse offengelegt werden, ob und in welchem Umfang private Sicherheitsfirmen eingebunden werden und welche finanziellen Verpflichtungen damit verbunden sind.

Wer trägt letztlich die Sicherheitskosten – der Bund, die Stadt oder wieder einmal der Steuerzahler?“, so die Kritik Mölzers. Auch hinsichtlich Notfallplänen, Evakuierungskonzepten und des Schutzes kritischer Infrastruktur gebe es bislang keine ausreichende Transparenz.

Wie rechtfertigt die schwarz-rot-pinke Bundesregierung, dass Millionen für ein internationales Showevent ausgegeben werden, während gleichzeitig in anderen Bereichen gespart wird und die Bevölkerung unter massiver Teuerung leidet? Es ist nicht nachvollziehbar, warum Großveranstaltungen dieser Art Vorrang vor den realen Sorgen der Menschen haben. Die Österreicher haben ein Recht darauf zu erfahren, wofür ihr Steuergeld verwendet wird und ob dieses Projekt am Ende mehr kostet, als es bringt“, so Mölzer.

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