• 10.04.2026, 14:34:32
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  • OTS0115

Koordinationsgremium: Erste Sitzung abgehalten

Arbeitsfähigkeit und gemeinsames Verständnis der gesamtstaatlichen Lage wurden hergestellt – Versorgung in Österreich bleibt weiterhin gesichert

Wien (OTS) - 

Bereits gestern, am 9. April 2026, hat das Koordinationsgremium gemäß Bundes-Krisensicherheitsgesetz (B-KSG) erstmals getagt. An der Sitzung des Gremiums haben hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aller Bundesministerien, des Landeshauptleute-Vorsitzlandes Tirol sowie des Städte- und Gemeindebunds teilgenommen. Um ein gemeinsames, gesamtstaatliches Verständnis der derzeitigen Lage im Nahen/Mittleren Osten und deren Auswirkungen auf Österreich herzustellen, haben die Gremiumsmitglieder über die aktuellen Zustände in ihren Wirkungsbereichen berichtet.

Die Lage vor Ort wird weiterhin – trotz der vorherrschenden Waffenruhe – als angespannt und fragil eingeschätzt. Die angekündigte Bereitschaft zu direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon lassen vorsichtigen Optimismus zu. Dennoch muss die Lage weiter genau beobachtet werden, um auf etwaige Entwicklungen rasch reagieren zu können. Die internationalen Preise sowohl für Öl als auch für Gas befinden sich nach leichter Erholung durch das Einsetzen der Waffenruhe auf stabilem Niveau. Die Versorgungslage in Österreich ist weiterhin gesichert. Da eine erneute Eskalation der Lage im Nahen/Mittleren Osten jedoch nicht ausgeschlossen werden kann, wird sich das Koordinationsgremium bereits vorab mit potenziellen mittel- bis langfristigen Folgewirkungen des Krieges auf Österreich beschäftigen.

Um diese Arbeiten so rasch wie möglich aufnehmen zu können, wurde bereits im Rahmen der ersten Gremiumssitzung die weitere gesamtstaatliche Arbeitsweise des Gremiums festgelegt. Es werden Faktoren aus allen relevanten Bereichen erarbeitet, deren Messung belastbare und nachvollziehbare Aussagen über die Entwicklung der Lage zulassen. Anhand der gesamtstaatlich verschränkten Betrachtung dieser Faktoren können bei einer Veränderung der Lage Maßnahmenoptionen abgeleitet und der Bundesregierung zur Entscheidungsfindung vorgelegt werden.

Das Koordinationsgremium und die zugehörigen Ausschüsse werden regelmäßig, an die jeweilige Lage angepasst, tagen.

„Die Vorbereitung auf potenziell krisenhafte Ereignisse, schon bevor diese zur gesamtstaatlichen Krise werden, entscheidet zu großen Teilen über den Erfolg des Krisenmanagements. Daher arbeitet das eingesetzte Koordinationsgremium nicht nur an der laufenden Beobachtung der Lage, sondern beschäftigt sich bereits jetzt mit der Krisenvorsorge. Dieser Ansatz lässt uns schneller und zielgenauer mit Maßnahmen reagieren, sollte die Notwendigkeit entstehen“, so der Regierungsberater für nationale Sicherheit und Krisenvorsorge, Peter Vorhofer.

Rückfragen & Kontakt

Bundeskanzleramt/Krisensicherheitsbüro
Lukas Bedits, MA
Telefon: +43 664 610 62 82
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.bundeskanzleramt.gv.at

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