• 10.04.2026, 11:28:32
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Fachverband Garagen, Tankstellen und Serviceunternehmungen (WKÖ) fordert temporäre Aussetzung der CO₂-Bepreisung

Abgabe erhöht Treibstoff- sowie Heizkosten zusätzlich – gerade in den aktuell herausfordernden Zeiten ist Entlastung nötig

Wien (OTS) - 

Angesichts der weiterhin angespannten wirtschaftlichen Lage sowie steigender Energie- und Mobilitätskosten spricht sich der Fachverband Garagen, Tankstellen, Serviceunternehmungen in der WKÖ für eine temporäre Aussetzung der nationalen CO₂-Bepreisung aus. Ziel ist eine rasche Entlastung von Betrieben, Pendlerinnen und Pendlern sowie privaten Haushalten und damit eine Stärkung des Wirtschafts- und Mobilitätsstandorts Österreich.

„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es gezielte Entlastung statt zusätzlicher Belastung. Die CO₂-Bepreisung verteuert Energie, Mobilität und mittlerweile auch das Heizen massiv – und trifft damit Unternehmen ebenso wie Familien sowie Pendlerinnen und Pendler“, sagt Rebecca Kirchbaumer, Obfrau des Fachverbandes Garagen, Tankstellen und Serviceunternehmungen in der WKÖ.

Spürbare Entlastung bei den Treibstoffpreisen

Die CO₂-Abgabe belastet Treibstoffe aktuell mit mehreren Cent pro Liter. Zusätzlich fällt auf diese Abgabe auch noch Umsatzsteuer an – ein Effekt, der die Gesamtbelastung weiter erhöht. Eine temporäre Aussetzung würde beim Benzin eine Entlastung von rund 13 bis 15 Cent pro Liter bringen, beim Diesel von etwa15 bis 16 Cent pro Liter. „Das wäre eine unmittelbar spürbare Entlastung für Wirtschaft und Bevölkerung – und gerade für jene, die täglich auf Mobilität angewiesen sind“, betont Kirchbaumer.

Auch beim Heizen längst massive Mehrkosten

Belastend ist aus Sicht des Fachverbandes zudem, dass die CO₂-Bepreisung auch auf Erdgas eingehoben wird und damit Heizkosten für Haushalte und Betriebe zusätzlich nach oben treibt. „Viele Haushalte und Unternehmen zahlen dadurch Jahr für Jahr erhebliche Zusatzkosten beim Heizen. Überspitzt gesagt finanzieren viele Österreicherinnen und Österreicher mittlerweile nahezu einen zusätzlichen Heizmonat allein durch staatliche Zusatzabgaben“, so Kirchbaumer.

Obendrauf kommt ab 2028 noch eine neue EU-Belastung

Besonders kritisch sieht der Fachverband, dass ab 2028 auf europäischer Ebene mit dem zweiten Emissionshandelssystem (ETS2) ein weiteres Belastungssystem vorgesehen ist. Dieses Modell soll CO₂-Kosten stärker auf Heizen und Gebäude sowie auf Treibstoffe ausweiten und trifft damit erneut Millionen Haushalte und Unternehmen.

„Mit ETS2 steht die nächste europäische Kostenwelle bereits vor der Tür. Aus unserer Sicht darf Österreich nicht doppelt belasten. Denn wenn ohnehin zusätzliche Belastungen aus EU-Vorgaben bevorstehen, ist es völlig unverständlich, warum Österreich die nationale CO₂-Bepreisung in voller Höhe aufrechterhält“, so Kirchbaumer.

Klare Forderung an die Bundesregierung

„Solange die wirtschaftliche Lage angespannt bleibt und zusätzliche Belastungen durch EU-Vorgaben bevorstehen, muss die nationale CO₂-Bepreisung zumindest temporär ausgesetzt werden“, fordert Kirchbaumer. Eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft sei die Grundlage für Arbeitsplätze, Wohlstand und stabile Staatsfinanzen. „Wer Wirtschaft, Arbeitsplätze und Wohlstand sichern will, muss jetzt handeln. Eine temporäre Aussetzung der CO₂-Bepreisung ist ein notwendiger und vernünftiger erster Schritt“, sagt Fachverbandsobfrau Kirchbaumer abschließend. (PWK146/DFS)

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