- 10.04.2026, 08:39:02
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NÖAAB: Wahlfreiheit sichern – Sonderschulen weiterhin unverzichtbar
Bereits seit 2017 fordert der Niederösterreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) den Erhalt der Sonderschulen
Die aktuelle Diskussion rund um die Zukunft der Sonderschulen hat erneut an Fahrt aufgenommen. Der Niederösterreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) spricht sich dabei klar für den Erhalt dieses bewährten Bildungssystems aus und betont, dass die individuelle beste Förderung im Mittelpunkt stehen muss.
„Für uns ist das Wohl der Kinder wichtiger als irgendwelche Ideologien. Es braucht sowohl inklusive Bildungsangebote als auch Sonderschulen – eine Einheitslösung wird den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht“, betont NÖAAB-Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister.
Bereits im Jahr 2017 hat der NÖAAB mit einer Petition zum Erhalt der Sonderschulen ein starkes Zeichen gesetzt. Mehr als 11.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher unterstützten damals dieses Anliegen.
Aktuell besuchen rund 119.000 Schülerinnen und Schüler die allgemeine Pflichtschule in Niederösterreich, mehr als 6.000 davon mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Etwa die Hälfte dieser Kinder wird in Sonderschulen unterrichtet – ein klares Zeichen dafür, dass diese Schulform weiterhin eine zentrale Rolle im Bildungssystem einnehmen muss.
Auch aus Sicht der Lehrkräfte sind Sonderschulen unverzichtbar. Die Vorsitzende der NÖ Landeslehrer Claudia Andre hebt hervor, dass insbesondere Kinder mit hohem Förderbedarf von kleineren Klassen, individueller Betreuung und speziellen Lehrplänen profitieren. Die Lehrerinnen und Lehrer verfügen über eine fundierte Ausbildung in Sonderpädagogik und kennen dadurch spezifische Methoden, um bei Lernschwierigkeiten oder körperlichen Beeinträchtigungen zu unterstützen. Darüber hinaus bieten Sonderschulen spezielle Programme, die auf Berufsausbildung oder Tagesstruktur vorbereiten und die Übergangsquote in den Arbeitsmarkt dadurch erhöhen.
„Inklusion ist harte Arbeit für unsere Lehrerinnen und Lehrer, es braucht Menschen, die das können und das wollen. Deshalb fordere ich die Rückkehr zum 2015 abgeschafften Sonderpädagogik-Studium“, so Andre.
Zudem berichten betroffene Eltern und Pädagoginnen aus eigener Erfahrung, dass ihre Kinder in Sonderschulen besser unterstützt werden. Spezielle Rahmenbedingungen ermöglichen gezielte Förderung, stabile Beziehungsarbeit und ein stressfreieres Lernumfeld. Die Kleingruppen in der Sonderschule nehmen Schülerinnen und Schülern viel Stress da in diesen Klassen zwei Lehrkräfte für wenige Kinder viel mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung aufbringen können. Deshalb sind wir für den Erhalt der Sonderschule und für die Wahlfreiheit der Eltern ohne Zwang und Bevormundung.
Der NÖAAB fordert daher:
- den Erhalt und die Weiterentwicklung der Sonderschulen
- den gezielten Ausbau inklusiver Modelle, wo diese sinnvoll und umsetzbar sind
- Individuelle Förderung anstatt pauschaler Lösungen für alle Kinder mit Förderbedarf
- die Sicherstellung der Wahlfreiheit für Eltern ohne Zwang
- Wiedereinführung einer eigenständigen sonderpädagogischen Lehrerausbildung
- Genügend Ressourcen für Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf
„Wir setzen uns weiterhin für das bestehende duale System ein, das beiden Ansätzen gerecht wird. Dafür benötigt es ausreichend Personal, passende Infrastruktur und fachliche Kompetenz“, so Teschl-Hofmeister abschließend.
Rückfragen & Kontakt
NÖ Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund
Michael Heiplik
Telefon: 02742 9020 5100
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.noeaab.at
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