• 09.04.2026, 14:04:32
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Filmwirtschaft: Fachverbands-Obmann gratuliert zu sensationellem Erfolg in Cannes

Dumreicher-Ivanceanu: „Das wichtigste Filmfestival der Welt feiert mit drei Einladungen den österreichischen Film. Umso wichtiger ist nun die Sicherung der Zukunft des Standorts!“

Wien (OTS) - 

„Mit der Einladung von ‚Gentle Monster‘ von Marie Kreutzer und der Ko-Produktion ‚Das geträumte Abenteuer‘ von Valeska Grisebach in den Wettbewerb sowie von ‚Everytime‘ von Sandra Wollner in die Reihe Un Certain Regard beim Festival de Cannes zeigt sich nach dem großen Erfolg in Berlin einmal mehr die internationale Stärke des österreichischen Filmschaffens. Dieser Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit, hoher Professionalität und eines gewachsenen kreativen Ökosystems“, erklärt Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Obmann des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich.

„Ich gratuliere im Namen des Fachverbands den RegisseurInnen Marie Kreutzer, Sandra Wollner und Valeska Grisebach, den Produktionsfirmen Film AG und Panama Film und allen Schauspieler:innen und Filmschaffenden der drei Filme sehr herzlich zu dieser herausragenden Leistung. Die heutige Bekanntgabe unterstreicht die zentrale Rolle internationaler Festivals für die Sichtbarkeit des Filmstandorts Österreich. Plattformen wie Cannes sind entscheidend, um heimische Produktionen weltweit zu positionieren und neue Märkte zu erschließen“, so Dumreicher-Ivanceanu.

Erfolge von heute sichern Filme von morgen

Gleichzeitig verweist der Fachverband auf die aktuellen Herausforderungen für die Branche: „Das wichtigste Filmfestival der Welt feiert den österreichischen Film. Umso wichtiger ist nun die Sicherung der Finanzierung für die Zukunft! Denn was wir heute feiern, basiert auf den Finanzierungen der vergangenen Jahre. Filme haben lange Vorlaufzeiten – was heute entwickelt wird, sehen wir in zwei bis drei Jahren auf der Leinwand.“

Um diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben, brauche es jetzt rasche politische Entscheidungen. Der Fachverband bekräftigt daher die Dringlichkeit der Umsetzung der Streaming-Abgabe und Investment Obligation für internationale Streaming-Plattformen, damit die Streamer fair an der Finanzierung österreichischer Filme beteiligt werden.

„Zahlreiche Beispiele in Europa zeigen, dass die Modelle funktionieren. Sie sichern Wertschöpfung, Beschäftigung und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Ohne diese zusätzlichen Mittel wird es künftig weniger Produktionen geben – und damit auch weniger Erfolge auf internationalen Festivals und beim österreichischen Publikum“, betont Dumreicher-Ivanceanu.

„Wenn wir wollen, dass österreichische Filme auch in Zukunft auf den größten Bühnen der Welt vertreten sind, müssen wir jetzt handeln. Ohne die Beteiligung der Streamer bleibt die Leinwand leer“, so Dumreicher-Ivanceanu abschließend. (PWK144/HSP)

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