• 09.04.2026, 08:00:35
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Schluckstörungen bei Schlaganfallpatient*innen - neue Diagnostik verbessert Behandlung

Logopädin Theresa Bitriol, MA und Neurologin und Leiterin Stroke
Unit Dr.in Eva Krisper-Stepan mit Patient*in bei der
FEES-Untersuchung
Wien (OTS) - 

  • FEES = Flexible endoskopische Evaluation des Schluckaktes
  • Neurologin und Leiterin der Stroke Unit OÄ Dr.in Eva Krisper-Stepan und Logopädin Theresa Bitriol, MA haben FEES-Ausbildung absolviert
  • FEES ergänzt die klinische Schluckuntersuchung und Videokinematographie des Schluckakts – großer Vorteil: ist direkt am Patient*innenbett und somit auch auf der Intensivstation während Beatmung durchführbar

Oft ist eine fundierte Beurteilung des Schluckaktes von Patient*innen die Voraussetzung für die Therapiezielsetzung, sei es auf der Neurologie nach Schlaganfällen, auf der Intensivstation bei intubierten Patient*innen oder auf der Akutgeriatrie. Ohne ein Schluckuntersuchungsgerät und ohne ausgebildete Fachkraft für eine Flexible Endoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES) war man dabei auf die klinische Untersuchung und die Videokinematographie des Schluckaktes in der Radiologie angewiesen. Die Videokinematographie ist ein etabliertes diagnostisches Verfahren, dessen Einsatz an bestimmte Voraussetzungen wie dem Allgemeinzustand der Patient*innen und an die Fähigkeit „auf Kommando“ schlucken zu können, gebunden ist. Die FEES kann hingegen flexibel, auch am Patient*innenbett, durchgeführt werden und ermöglicht insbesondere die Beurteilung von Sekretmanagement und Speichelaspiration.

Standardmäßige FEES sinnvoll

Neurologin und Leiterin der Stroke Unit OÄ Dr.in Eva Krisper-Stepan und Logopädin Theresa Bitriol, MA sind seit März geschult, FEES durchzuführen. Großer Vorteil: Die Untersuchung kann im Sitzen und im Bett liegend gemacht werden. „Die Durchführung einer FEES ist standardmäßig sinnvoll, um sicherzugehen, dass Speichel und Nahrung in die Speiseröhre abgeschluckt werden kann“, erklärt Neurologin Eva Krisper-Stepan. Gerade auf der Intensivstation, wenn intubierte Patient*innen lange nicht schlucken, wird die Muskulatur schwach und muss gezielt durch logopädisches Training – so früh wie möglich – wieder gestärkt werden. „FEES ist wichtig für die Planung der Weiterbehandlung einer Schluckstörung“, versichert Logopädin Theresa Bitriol und ergänzt: „Sicheres Schlucken ohne Gefahr einer Aspirationspneumonie (einer Lungenentzündung durch in die Lunge gelangter Speisen) muss gewährleistet sein.“

Auch bei der künstlichen Beatmung lässt sich mittels FEES frühzeitig erkennen ob Anpassungen notwendig sind, damit das Schlucken sicher ist.

Anpassung der Untersuchung an Gesundheitszustand

Ist die*/der* Betroffene bei Bewusstsein und kann aufrecht sitzen, so ist eine umfassende FEES möglich: „Die*/der* Patient*in bekommt Flüssigkeiten in unterschiedlicher Konsistenz wie auch Brot zum Schlucken. Man sieht am Bildschirm die Schluckbewegung und kann Störungen des Schluckapparats sofort diagnostisch einordnen“, erklärt Bitriol. Im Mittelpunkt der darauffolgenden logopädischen Therapie steht das Training des Schluckablaufs beim Essen oder Trinken. Das erfolgt im Göttlicher Heiland Krankenhaus durch Training und professionelle Logopädie. Für eine Elektrotherapie der Schluckmuskulatur ist ein spezielles Elektrostimulationsgerät nötig, das mittelfristig angeschafft werden soll.

Insgesamt werden im Göttlicher Heiland Krankenhaus Schluckstörungen im Rahmen von Demenz, Parkinson, ALS, Muskelerkrankungen, Erkrankungen des Zentralnervensystems sowie während Aufenthalten auf der Intensivstation oder nach starkem Abbau der Muskulatur oder aufgrund onkologischer Krankheitsbilder behandelt.

Göttlicher Heiland Krankenhaus: Fachklinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neurologie mit Zentrum für Gefäßmedizin und Chirurgie sowie Spezialisierung auf Altersmedizin Das Krankenhaus bietet eine breite internistische Versorgung mit Schwerpunkten in den Bereichen Angiologie mit multiprofessionellem Gefäßzentrum, Kardiologie inkl. Herzüberwachungsstation und Herzkatheterlabor sowie Diabetologie. Die Neurologie mit Stroke Unit ist auf die Behandlung von Schlaganfall spezialisiert. Die Chirurgie setzt ihre Schwerpunkte auf Bauch-, Gefäß-, Hernien- und Schilddrüsenchirurgie sowie Onkologie, als auch Plastische und Rekonstruktive Chirurgie und führt ein Adipositas- und Lymphologie Zentrum. Die Akutgeriatrie/Remobilisation und die Palliativstation sind seit Jahrzehnten für höchste Expertise in der Versorgung älterer bzw. unheilbar kranker Menschen bekannt. Das Göttlicher Heiland Krankenhaus ist ein Unternehmen der Vinzenz Gruppe. www.khgh.at. Gefördert aus Mitteln des Wiener Gesundheitsfonds.

Vinzenz Gruppe: Gesundheit kommt von Herzen Die Vinzenz Gruppe ist eines der größten gemeinnützigen Gesundheits- und Sozialunternehmen Österreichs. Von der Prävention, über den klinischen Bereich bis hin zu Pflege und Rehabilitation begleiten wir die Menschen in allen Lebensphasen mit einem vielfältigen Angebot und innovativen neuen Lösungen. 1995 von Ordensfrauen mit langer Tradition und Erfahrung in der Krankenpflege gegründet, verbinden wir tief verwurzelte christliche Werte mit jeder Menge Innovationsgeist, um die Gesundheitsversorgung Österreichs in Zeiten der Veränderung ganzheitlich weiterzuentwickeln. Mit rund 10.000 Mitarbeiter*innen in unseren Krankenhäusern, in den zahlreichen Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen sowie mit neuen Angeboten wie unseren Gesundheitsparks begleiten wir immer mehr Menschen immer individueller bei Gesundheitsfragen & Krankheit, analog und digital. Weil wir überzeugt sind, dass in Zukunft die besten Angebote aus der Kraft eines inspirierenden Miteinanders entstehen, betreiben wir immer mehr Angebote gemeinsam mit unseren Partner*innen. Dafür suchen wir laufend neue Kooperationen. Denn eine neue Welt der Gesundheit und des Sozialen, entsteht erst im Miteinander. Ermächtigt die Menschen. Und kommt von Herzen.

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Göttlicher Heiland Krankenhaus
Mag.a Katharina Sacken
Telefon: 01400889320
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