• 08.04.2026, 16:49:32
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Totter: Hass im Netz betrifft Minderheiten ganz besonders - Bewusstseinsbildung vor allem für junge Menschen notwendig

ÖVP-Volksgruppensprecherin bei Veranstaltung zum Internationalen Roma-Tag

Wien (OTS) - 

„Hass im Netz betrifft Minderheiten ganz besonders“, so die ÖVP-Sprecherin für Volksgruppen Abg. Agnes Totter bei einer Veranstaltung anlässlich des Internationalen Roma-Tages im Parlament. Am 8. April gedenken wir des weltweiten Internationalen Tags der Roma. Totter unterstrich in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit eines Verbots für Social Media bis zu einem gewissen Alter. Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Zweiten Präsidenten des Nationalrats Peter Haubner. Grußworte mittels Videobotschaft kamen von der Bundesministerin für Europa, Integration und Familie Claudia Bauer.

Bereits in der letzten Gesetzgebungsperiode seien wichtige Maßnahmen gesetzt worden, verwies Totter auf das Hass-im-Netz-Bekämpfungs-Gesetz, das seit 1. Jänner 2021 in Kraft ist und den Schutz vor digitaler Gewalt stärkt. Täter können dadurch rascher identifiziert und Hass-Postings schneller gelöscht werden. Auch das Kommunikationsplattformen-Gesetz, ebenfalls seit 2021 in Kraft, diene zum Schutz der Nutzer auf Kommunikationsplattformen. Zudem sei unter Integrationsministerin Susanne Raab die Förderung der Volksgruppen sehr gestiegen.

Es gehe auch darum, die digitalen Kompetenzen an den Schulen verstärkt zu vermitteln, so Totter, die auch Schulqualitätsmanagerin in der Bildungsdirektion Steiermark ist und zuvor Direktorin war. „Es ist zudem dabei wichtig, den kritischen Umgang mit Inhalten näher zu bringen - besonders für junge Menschen ist Social Media eine zentrale Informationsquelle. Gerade hier ist eine Bewusstseinsbildung notwendig.“ Sie unterstrich auch die Wichtigkeit der Einführung eines Verbots hinsichtlich der Nutzung von Social-Media-Plattformen für bestimmte Altersgruppen.

Totter: „Heuer jährt sich das Volksgruppengesetz zum 50. Mal. Ein besonderer Anlass, um den Beitrag der autochthonen Volksgruppen zur österreichischen Geschichte, Identität und Demokratie sichtbar zu machen.“ Die Abgeordnete verwies in diesem Zusammenhang auf Ministerin Bauer, die in ihrer Videobotschaft die gute Zusammenarbeit zwischen den Volksgruppensprechern hervorgehoben hat. Die Stärkung der sechs Volksgruppen (kroatische, slowenische, ungarische, tschechische, slowakische sowie die Volksgruppe der Roma) durch ihre verfassungsrechtliche Verankerung und damit deutliche Sichtbarmachung sei - wie auch die Weiterentwicklung der Bildungsangebote in Volksgruppensprachen - im Regierungsprogramm verankert. Totter betonte die Wichtigkeit von Sprache und Kultur und hob in diesem Zusammenhang die Komenský-Schulen hervor, die schon seit Jahrzehnten den in Wien lebenden Kindern Unterricht nicht nur in der tschechischen, sondern seit 2004 auch in der slowakischen Sprache anbieten. „Sprache und Kultur gehören zusammen.“ (Schluss)

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