- 07.04.2026, 09:10:02
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Umfrage zeigt Automatenshops im Aufwind
Rund-um-die-Uhr-Einkauf etabliert sich als Ergänzung zum klassischen Handel
Leerstehende Geschäftsflächen, veränderte Konsumgewohnheiten und der Wunsch nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten verändern den Handel. Eine repräsentative Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent zeigt: Automatenshops, also Geschäfte ohne Personal, in denen Produkte rund um die Uhr aus Automaten gekauft werden können, gewinnen zunehmend an Bekanntheit und Akzeptanz in Österreich.
Fact Box:
- Leerstand: 77% haben den Eindruck, dass die Anzahl an leerstehenden Geschäften zunimmt. 87% empfinden Leerstand grundsätzlich als besorgniserregend.
- Automatenshops: 93% haben schon von Automatenshops gehört, 29% haben dort bereits eingekauft (Gen Z: 40%).
- Vor- und Nachteile: Rund um die Uhr geöffnet (64%) und praktisch für den Notfall (61%) werden als größte Vorteile wahrgenommen. Die Top 3 Nachteile sind Preisaufschläge (49%), begrenzte Produktauswahl (44%), kein Personal (43%).
- Bevorzugte Standorte: Bei Bahnhöfen/ Haltestellen (54%), in ländlichen Regionen (52%), bei Krankenhäusern/ Gesundheitszentren (32%)
- Einkauf: 54% können sich (eher) vorstellen, künftig in Automatenshops einzukaufen. Top 3 Einkaufskategorien dabei: Snacks/ Süßigkeiten (54%), alkoholfreie Getränke (52%), verpackte Lebensmittel (45%).
- Ausblick: 64% sehen Automatenshops als gute Ergänzung zum stationären Handel, 56% meinen, sie können Leerstände auffüllen und Straßen beleben. 48% sprechen sich allerdings für Einschränkungen in der Nacht bzw. in Wohngebieten aus.
Für die Studie wurden 1.000 Personen im Alter von 14 bis 75 Jahren repräsentativ für die österreichische Bevölkerung befragt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Der Wandel im Einzelhandel wird von vielen Menschen wahrgenommen und Automatenshops könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.
Sorge über Leerstände in Innenstädten
Die Entwicklung vieler Ortszentren bereitet der Bevölkerung zunehmend Sorgen. 77 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher haben den Eindruck, dass die Zahl leerstehender Geschäfte zunimmt, und 87 Prozent empfinden diese Entwicklung grundsätzlich als besorgniserregend. Die Suche nach neuen Nutzungsmöglichkeiten für leerstehende Geschäftsflächen wird daher immer wichtiger.
Automatenshops: Hohe Bekanntheit, wachsendes Interesse
Und genau hier kommen Automatenshops ins Spiel. Vielen sind sie bereits ein Begriff: 93 Prozent der Befragten haben schon einmal von Automatenshops gehört und 29 Prozent haben bereits selbst in einem solchen Shop eingekauft. Besonders offen zeigt sich die junge Generation: In der Generation Z liegt der Anteil der bisherigen Nutzer*innen schon bei rund 40 Prozent. Auch für die Zukunft zeigt sich ein deutliches Potenzial: 54 Prozent der Befragten können sich vorstellen, künftig (wieder) in Automatenshops einzukaufen (Generation Z: 69%).
„Automatenshops treffen den Zeitgeist: Sie ermöglichen eine unkomplizierte Nahversorgung rund um die Uhr und können gleichzeitig eine sinnvolle Nutzung für leerstehende Geschäftsflächen schaffen. Damit entwickeln sie sich zunehmend zu einer modernen Ergänzung des klassischen Einzelhandels“, ist Philipp Ostermann, Unternehmer und Betreiber des Automatenshops snaccident, überzeugt.
Flexibel und praktisch, aber nicht ohne Kritik
Der größte Vorteil aus Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten liegt in der durchgehenden Verfügbarkeit: 64 Prozent gefällt, dass Automatenshops rund um die Uhr geöffnet sind. 61 Prozent sehen sie als praktische Lösung für Notfälle, etwa wenn dringend ein Produkt benötigt wird und klassische Geschäfte bereits geschlossen sind. Auch die Möglichkeit, regionale Produkte anzubieten, wird von mehr als einem Drittel positiv hervorgehoben (35%).
Auf der anderen Seite gibt es auch Kritik: Preisaufschläge auf Produkte (49%), eine begrenzte Produktauswahl (44%) sowie das fehlende Personal bzw. mögliche Arbeitsplatzverluste im Handel (43%) zählen zu den größten Bedenken.
Die beliebtesten Produkte in Automatenshops sind übrigens Snacks bzw. Süßigkeiten (54%) und alkoholfreie Getränke (52%). Aber auch verpackte Lebensmittel (45%), Drogerie- und Hygieneartikel (43%) sowie Notfall- und Reiseartikel (43%) sind beliebt.
Ergänzung statt Ersatz für den Handel
Als besonders geeignet gelten Automatenshops laut Befragten vor allem dort, wo flexible Einkaufsmöglichkeiten gefragt sind (Bahnhöfe und Haltestellen: 54%) oder die Nahversorgung eingeschränkt ist (Ländliche Regionen: 52%).
Insgesamt sieht eine Mehrheit Automatenshops nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung zum bestehenden Handel. Fast zwei Drittel betrachten sie als sinnvolle Ergänzung zum stationären Einzelhandel (64%), während 56 Prozent glauben, dass Automatenshops helfen könnten, Leerstände zu füllen und Straßen wieder zu beleben. Gleichzeitig plädiert knapp die Hälfte der Bevölkerung für gewisse Regeln: 48 Prozent sprechen sich für Einschränkungen von Automatenshops in der Nacht oder in Wohngebieten aus.
„Automatenshops treffen einen Nerv unserer Zeit und werden als praktische und zeitgemäße Ergänzung im Handel wahrgenommen. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Geschäftsleerstände können sie auch ein spannender Baustein für die Belebung von Ortszentren sein. Sie bieten eine niederschwellige Möglichkeit, Flächen wieder zu nutzen und die Nahversorgung zu erweitern
“, analysiert Thomas Schwabl, Gründer und Geschäftsführer von Marketagent.
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