- 06.04.2026, 10:00:33
- /
- OTS0014
ÖGB-Appell zum Weltgesundheitstag: Unternehmen müssen mehr als nur Obstkörbe bieten
Gesund arbeiten statt gestresst und ausgebrannt – durch wertschätzende Führung, Mitbestimmung und echte betriebliche Gesundheitsförderung.
Zum Weltgesundheitstag am 7. April fordert der ÖGB: Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) muss für Arbeitnehmer:innen weit mehr sein als ein symbolischer Obstkorb. „Gesundheit ist ein Grundrecht – wir müssen sie auch in der Arbeitswelt verwirklichen“, fordert Julia Stroj, Expertin im Referat für Gesundheit und Sozialversicherungspolitik im ÖGB. „Wird betriebliche Gesundheitsförderung im Betrieb gut umgesetzt, profitieren alle davon: Gesunde Beschäftigte sind produktiver, seltener krank und bleiben länger im Unternehmen. Jeder investierte Euro kommt mehrfach zurück“, so die Gewerkschafterin.
Was es für Gesundheit am Arbeitsplatz wirklich braucht
„Wir brauchen gesundheitsfördernde Angebote wie Teamtage, gesunde Ernährung und Bewegung – aber vor allem verhältnisorientierte Maßnahmen: also wertschätzende Führungsstile, flexible Arbeitszeiten, stressfreie Organisationskulturen und ergonomische Arbeitsplätze“, erklärt Stroj. Auch psychosoziale Risiken müssen gezielt angegangen werden – durch Mobbingprävention, transparente Kommunikation und die Förderung einer gesunden Work-Life-Balance. Schließlich sind 60 Prozent der Beschäftigten von psychischen Belastungen betroffen.
Stroj sagt: „Häufig scheitern BGF-Projekte daran, dass Unternehmen nur einzelne Symptome bekämpfen, statt systematisch Ursachen wie toxische Führung oder Überstunden anzugehen. Arbeitnehmer:innen kennen ihre Bedürfnisse am besten – sie müssen durch Gesundheitszirkel und Betriebsräte mitbestimmen. Partizipation ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für gelungene BGF.“
Appell an Unternehmen: Investiert jetzt in eure Teams!
„Eine gesunde Belegschaft ist der beste Wettbewerbsvorteil“, sagt Stroj. „Nutzt die kostenlosen Angebote der Sozialversicherungsträger wie ÖGK oder BVAEB – sie reichen von Beratungen durch qualifizierte BGF-Berater:innen über Vernetzungsmöglichkeiten und BGF-Kurse bis hin zur Auszeichnung mit einem Gütesiegel.“
Fachkräftemangel und psychische Belastungen sind längst Realität in vielen Betrieben – deshalb ist BGF so wichtig. „Nur jeder Fünfte arbeitet in einem Unternehmen mit betrieblicher Gesundheitsförderung – höchste Zeit, dass Betriebe handeln, statt nur zu reden!“, fordert Stroj abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Mag. Toumaj Faragheh
ÖGB-Kommunikation
Tel.: +43 664 614 518 0
[email protected]
www.oegb.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






