- 02.04.2026, 15:42:32
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FPÖ – Ragger: „Regierung darf betroffene Autofahrer mit Behinderungen nicht im Stich lassen!“
190-Euro-Steuerfreibetrag bei „Unzumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel“ seit 2011 nicht mehr valorisiert – Pauschale muss an Realität angepasst werden
„Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf das Auto angewiesen sind, dürfen angesichts der anhaltend hohen Inflation und der steigenden Spritpreise nicht länger die Vergessenen sein“, zeigte heute FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Christian Ragger auf. „Dass seit dem Jahr 2011 die Pauschale für Menschen mit Behinderungen, denen die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel unzumutbar ist, nicht mehr angepasst wurde, ist ungeheuerlich. Diese Pauschale muss endlich an die Realität angepasst werden. Diese seit 2011 geltenden monatlichen 190 Euro sind angesichts der gestiegenen Mobilitätskosten schlicht nicht mehr nachvollziehbar“, erklärte der Freiheitliche.
Wer aufgrund einer Behinderung auf das Auto angewiesen ist, habe laut Ragger keine echte Wahlfreiheit: „Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen kann, muss mobil bleiben können – für Arztbesuche, Einkäufe, den Weg zur Arbeit und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gerade deshalb ist es unverständlich, dass diese Pauschale seit Jahren nicht valorisiert wurde. Während in nahezu allen Lebensbereichen die Preise deutlich gestiegen sind und insbesondere die Spritpreise viele Menschen zusätzlich belasten, wurden jene, die auf das Auto angewiesen sind, politisch offenbar vergessen.“
„Wer soziale Gerechtigkeit ernst meint, darf Menschen mit Behinderung nicht im Stich lassen. Mobilität ist kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für Selbstbestimmung und ein würdevolles Leben“, zeigte Ragger auf. Bei Verwendung des amtlichen Verbraucherpreisindex müsste der Freibetrag inflationsbereinigt heute statt der derzeit geltenden 190 Euro je nach Berechnung bereits bei rund 282 bis 286 Euro pro Monat liegen.
„Während alles teurer wird, vergisst man ausgerechnet bei Menschen mit Behinderungen die notwendige Anpassung und finanzielle Hilfestellung“, mahnte Ragger „eine rasche Umsetzung der Erhöhung“ ein. „Es kann nicht sein, dass Betroffene Jahr für Jahr mehr bezahlen müssen, während die staatliche Unterstützung auf dem Stand von vor eineinhalb Jahrzehnten eingefroren bleibt. Alles andere als eine automatische Valorisierung wäre eine klare Themenverfehlung“, so Ragger abschließend.
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