- 02.04.2026, 12:04:02
- /
- OTS0083
FPÖ – Mölzer: „Schluss mit Förderexzessen – Filmwirtschaft muss auf eigenen Beinen stehen!“
Mit deutlicher Kritik reagierte heute FPÖ-Kultursprecher NAbg. Wendelin Mölzer auf die jüngsten Entwicklungen in der österreichischen Filmförderung. „Was hier passiert, ist kein Fördersystem mehr, sondern ein Selbstbedienungsladen auf Kosten der Steuerzahler“, so Mölzer, der zugleich einen entsprechenden Entschließungsantrag im Nationalrat ankündigte.
Auslöser der Kritik war der aktuelle Fall rund um die Babler-Dokumentation „Wahlkampf“. Wie bekannt wurde, sei ein Großteil der Produktionskosten durch öffentliche Gelder gedeckt worden. „Wenn Produktionen de facto zu fast 100 Prozent vom Staat finanziert werden, dann läuft etwas ganz gewaltig schief“, so Mölzer. Eine solche Praxis untergrabe nicht nur jede wirtschaftliche Eigenverantwortung, sondern stehe auch im Widerspruch zu europäischen Vorgaben.
Der freiheitliche Abgeordnete sah darin ein symptomatisches Problem eines ausufernden Systems. Er räumt ein, dass sich Förderungen aus unterschiedlichen Töpfen nahezu beliebig kombinieren lassen. Genau hier setzt Mölzer mit seinem Antrag an: Künftig müsse klar geregelt werden, dass sich öffentliche Förderprogramme nicht unbegrenzt stapeln lassen und staatliche Zuschüsse nicht den Großteil der Produktionskosten abdecken. „Es kann nicht sein, dass das Risiko komplett beim Steuerzahler liegt, während private Investoren außen vor bleiben“, betonte der FPÖ-Kultursprecher.
Zugleich forderte Mölzer mehr Transparenz: Es müsse für jeden Bürger nachvollziehbar sein, wie viel Geld in welche Projekte fließt und wer letztlich davon profitiert. „Der Steuerzahler hat ein Recht darauf, zu wissen, wohin sein Geld verschwindet“, erklärte Mölzer. In diesem Zusammenhang brauche es auch eine schonungslose Aufarbeitung der bisherigen Förderpraxis, damit strukturelle Fehlentwicklungen endlich offengelegt werden.
Mit dem angekündigten Antrag will der FPÖ-Kultursprecher daher nicht nur klare Grenzen für die Vergabe öffentlicher Mittel ziehen, sondern auch die Filmwirtschaft selbst stärken: „Unser Ziel ist eine Branche, die kreativ und erfolgreich ist – aber nicht dauerhaft am Tropf des Staates hängt.“ Es brauche endlich Rahmenbedingungen, die private Investitionen attraktiv machen und Eigeninitiative fördern, anstatt Abhängigkeiten zu zementieren.
Abschließend stellte Mölzer klar: „Wir stehen für eine Filmförderung mit Hausverstand – nicht für ideologisch gefärbte Prestigeprojekte, die fast vollständig aus Steuergeld finanziert werden.“ Der Antrag der Freiheitlichen sei daher ein notwendiger Schritt, um „Ordnung in ein aus dem Ruder gelaufenes System zu bringen“.
Rückfragen & Kontakt
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






