- 02.04.2026, 09:43:32
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Fair unterwegs im Frühlingswald: Gemeinsamer Appell zum Start in die Outdoor-Saison
Bundesforste, Österreich Werbung und Alpenverein erinnern zu Frühlingsbeginn an die wichtigsten Fair-Play-Regeln für ein achtsames Miteinander in der Natur
Die Tage werden länger, bald wird es wieder wärmer – und besonders rund um die Osterfeiertage zieht es viele Menschen hinaus in die Natur: zum Spazieren, Wandern, für Frühlings-Skitouren, die erste Bike-Runde oder einfach zum Abschalten. Gleichzeitig ist der Frühling vor allem im Wald eine besonders sensible Phase. Viele Tiere ziehen Nachwuchs auf, Amphibien sind auf Wanderschaft, und die Natur reagiert jetzt besonders empfindlich auf Störungen. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf), die Österreich Werbung und der Österreichische Alpenverein rufen daher zu Rücksicht im Wald auf.
„Als Ganzjahresdestination hat Österreich zu jeder Jahreszeit die passenden Angebote und tatsächlich werden das Frühjahr – und der Herbst – touristisch immer relevanter. Fast ein Drittel unserer Gäste kommt bereits außerhalb der Hauptsaison zu uns. Und Aktivitäten in der Natur sind starke Nachfragetreiber im Ganzjahrestourismus“, sagt Astrid Steharnig-Staudinger, CEO der Österreich Werbung. „Spazierengehen, Wandern und Radfahren sind laut der Gästebefragung T-MONA die beliebtesten Outdoor-Aktivitäten unserer Gäste.“ Die drei Top-Gründe der Gäste für die Wahl der jeweiligen Destination sind Österreichs Berge, das Angebot an Wanderwegen sowie Landschaft und Natur. „Unsere Natur ist ein starkes Alleinstellungsmerkmal. Mit dieser einzigartigen Ressource müssen wir sorgfältig und respektvoll umgehen“, sagt Steharnig-Staudinger.
Vor allem im Wald zeigt sich, wie sensibel dieses Zusammenspiel ist. Denn im Frühling werden unsere Wälder besonders intensiv genutzt – dabei treffen oft unterschiedliche Interessen aufeinander. Ein reibungsfreies Miteinander funktioniert daher nur, wenn sich alle fair und rücksichtsvoll verhalten. „Für viele Österreicherinnen und Österreicher ist der Wald ein wichtiger Erholungsraum zum Krafttanken. Gleichzeitig ist er Lebensraum und vielerorts auch Arbeitsplatz. Das Einhalten gewisser Fair-Play-Grundsätze schützt daher nicht nur Tiere und Natur, sondern auch die Sicherheit der Menschen im Wald“, so Andreas Gruber, Vorstand der Bundesforste, die jeden zehnten Quadratmeter Wald und Natur in Österreich betreuen.
Auch für den Österreichischen Alpenverein ist ein bewusster Umgang mit Natur und Mitmenschen die Basis für positive Outdoor-Erlebnisse. Mit Initiativen wie „RespektAmBerg“ wirbt der Alpenverein seit Jahren für umsichtiges Verhalten im alpinen Raum. „Respekt in der Natur zeigt sich besonders im Frühling: Wer auf den Wegen bleibt, sensible Bereiche meidet und der Natur Raum lässt, trägt dazu bei, Konflikte zu vermeiden, Wegefreiheit zu sichern und die ursprüngliche Bergwelt zu bewahren“, sagt Wolfgang Schnabl, Präsident des Österreichischen Alpenvereins.
Auf den Wegen bleiben, Hunde anleinen und Müll wieder mitnehmen
Im Frühling bleibt vieles im Wald verborgen – und ist doch besonders störanfällig. Viele heimische Arten haben jetzt Brut- und Setzzeit: Hirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Hasen und zahlreiche Vogelarten ziehen Nachwuchs auf. Jungtiere setzen in den ersten Lebenswochen auf Tarnung statt Flucht, viele Vogelarten brüten, Amphibien wandern zu ihren Laichgewässern.
Beim Frühlingsbesuch im Wald sind es oft kleine Entscheidungen, die viel bewirken. Wer beim Wandern, Biken und Skitourengehen auf den markierten und freigegebenen Wegen bleibt, Dämmerungszeiten nach Möglichkeit meidet, Wildruhegebiete respektiert und Hunde an die Leine nimmt, hilft mit, den Lebensraum Wald zu schützen. Nach dem Winter sind Wildtiere oft geschwächt und reagieren sensibel: Jede Störung kann ein Fluchtverhalten auslösen und wertvolle Energie kosten, die für das Überleben und die Aufzucht des Nachwuchses entscheidend ist. Keinesfalls sollte man sich zudem Wild- und Jungtieren nähern oder sie berühren. Auch scheinbare Kleinigkeiten können Folgen haben: Achtlos weggeworfener Müll schadet Pflanzen und Böden, scharfkantige Verpackungen oder Glas stellen eine Gefahr für Wildtiere dar. Und überall dort, wo Holz geerntet oder Waldpflegemaßnahmen durchgeführt werden, gilt eine weitere – mitunter lebenswichtige – Regel: Temporäre Betretungsverbote (forstliche Sperrgebiete) sind zur eigenen Sicherheit unbedingt zu beachten.
Gemeinsam für ein faires Miteinander
Ziel des gemeinsamen Appells ist es, das Erlebnis Wald durch aktive Bewusstseinsbildung für alle Seiten möglichst positiv zu gestalten. Diesen Zugang greift auch die ÖBf-Informationskampagne #waldfairliebt auf, mit der die Bundesforste Waldbesucher*innen ganzjährig für ein respektvolles Verhalten in der Natur sensibilisieren.
„Der Wald steht uns allen offen – und gerade deshalb braucht er besondere Achtsamkeit. Wir sind in der Natur zu Gast. Bitte daher im Wald rücksichtsvoll verhalten! So leisten wir einen wichtigen Beitrag zu klimafitten Wäldern und zum Schutz gesunder Wildtiere“, so ÖBf-Vorstandssprecher Georg Schöppl abschließend.
Pressefotos unter www.bundesforste.at
Rückfragen & Kontakt
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Thomas Kreidl
Stv. Unternehmenssprecher
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Österreichischer Alpenverein
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Öffentlichkeitsarbeit
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