• 02.04.2026, 09:25:02
  • /
  • OTS0025

WKÖ-Klacska: „Gesamte Transportbranche braucht rasch spürbare Entlastung“

Güterbeförderer, Kleintransporteure, Taxis verlieren an Wettbewerbsfähigkeit, Schulbusse könnten eingestellt werden – Gewerbediesel dringend nötig

Wien (OTS) - 

„Die Kostenexplosion beim Treibstoff bringt die Unternehmen im gesamten Transport und Verkehr enorm unter Druck, das reicht von den Güterbeförderern über Kleintransporteure, Taxibetreiber bis hin zu Busunternehmen. Seit Jahresanfang ist der Preis von Diesel von 1,492 auf 2,109 Euro und somit um mehr als 41 Prozent gestiegen. Das bedeutet für unsere Transport- und Busunternehmen Mehrkosten von rund 130 Millionen Euro im Monat“, rechnet Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), vor und warnt: „Das ist ein Betrag, den die Unternehmen nicht lange stemmen werden können.“

Die Wettbewerbsfähigkeit der Branche ist schließlich schon seit längerem in Gefahr. Bereits vor dem jüngsten Anstieg der Dieselpreise waren die Unternehmen mit massiv steigenden Energiepreisen, steigenden Mautkosten sowie zusätzlichen Kosten durch die CO₂-Abgabe konfrontiert. Die Kompensation der CO₂-Abgabe für den Transportsektor blieb entgegen früheren Zusagen aber aus.

Diese schwierige Lage der Branche spiegelt sich auch in aktuellen Zahlen wider: Im Jahr 2025 ist das Transportaufkommen österreichischer Straßengüterverkehrsunternehmen um rund 2 % auf 359 Millionen Tonnen gesunken, die Transportleistung ging um 0,6 % auf 25,9 Milliarden Tonnenkilometer zurück. „Damit verzeichnet die Branche bereits das vierte Minus in Folge, das sollte allen ein Warnsignal sein“, so Klacska. „Aber auch in anderen Bereichen gibt es massive Probleme. Zum Beispiel sehen sich viele private Busunternehmen kaum noch in der Lage, Schülertransporte anzubieten. Wir brauchen daher eine umgehende und spürbare Entlastung für die gesamte Branche“, sagt der Bundesspartenobmann.

Konkret fordert er einen Gewerbediesel für die gesamte Branche. „Das heißt, die Steuermehreinnahmen, die der aktuelle Preisanstieg dem Finanzminister beschert, müssen 1:1 zurückgegeben werden“, sagt der Bundesspartenobmann. Denn die Maßnahmen der sogenannten Spritpreisbremse reichen bei weitem nicht. Vielmehr sollte die CO₂-Bepreisung befristet ausgesetzt oder zumindest gesenkt werden und die Mineralölsteuer auf EU-Mindestniveau sinken. „Das könnte ganz einfach in Form einer pauschalen Rückvergütung erfolgen“, schlägt Klacska vor. Berechnet nach dem aktuellen Preisanstieg würden die Unternehmen damit 205 Euro pro 1000 Liter gewerblich getanktem Diesel zurückbekommen. (PWK139/DFS)

Rückfragen & Kontakt

Digital Media & Communication
Pressestelle
Wirtschaftskammer Österreich
T 0590 900 – 4462
[email protected]

https://www.wko.at/oe/news/start

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel