- 01.04.2026, 12:16:03
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Ohne Herkunftskennzeichnung sind heimische Bäuerinnen und Bauern am Markt chancenlos

Heute gehen Bäuerinnen und Bauern und das Landwirtschaftsministerium in Wien gemeinsam auf die Straße. Der Grund ist ernst und längst überfällig: steigende Kosten, wachsender Bürokratieaufwand – und ein System, das eines bewusst verschleiert: die Herkunft unserer Lebensmittel. Der gemeinnützige Verein Land schafft Leben unterstützt diesen Schulterschluss und fordert unmissverständlich: Herkunftskennzeichnung jetzt!
„Dass Bäuerinnen und Bauern und Ministerium heute geschlossen auftreten, ist ein Warnsignal. Wenn wir jetzt nicht handeln, verlieren wir die Grundlage unserer Lebensmittelproduktion
“, sagt Hannes Royer, Gründer von Land schafft Leben und selbst Bio-Bergbauer.
Forderung: Herkunftskennzeichnung muss endlich verpflichtend sein
Seit fast einem Jahrzehnt fordert auch Land schafft Leben die gesetzlich verankerte, lückenlose Herkunftskennzeichnung. Passiert ist zu wenig. 2023 wurde ein Versuch auf Druck der Wirtschaftskammer nur halbherzig umgesetzt: in der Gemeinschaftsverpflegung, also Großküchen und Kantinen. Im Supermarkt muss die Herkunft nur bei unverarbeiteten Lebensmitteln angegeben werden. Woher die Zutaten am Teller in der Gastronomie oder jene in verarbeiteten Produkten im Supermarkt kommen, bleibt damit für Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin im Dunkeln.
Hinter den Kulissen blockiert die Wirtschaftskammer echte Fortschritte. Währenddessen zahlen die heimischen Betriebe den Preis. Positiv: Ein erstes offenes Gespräch zwischen WKO-Gastroobmann Alois Rainer und Hannes Royer im Land-schafft-Leben-Podcast „Wer nichts weiß, muss alles essen“ zeigt, dass Bewegung möglich ist – Ergebnisse fehlen jedoch weiterhin. „Die fehlende verpflichtende Herkunftskennzeichnung ist existenzbedrohend für unsere Bäuerinnen und Bauern. Dass sich Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig dafür einsetzt – und das, obwohl diese im Koalitionsprogramm nur auf Freiwilligkeit vereinbart wurde – ist richtig und notwendig. Regionalität sichert langfristig die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln
“, so Royer.
Ohne Transparenz kein fairer Wettbewerb
Für Bäuerinnen und Bauern ist Herkunft nicht nur ein Hinweis auf der Verpackung oder in der Speisekarte: Sie ist ein Schutzmechanismus und schafft faire Wettbewerbsbedingungen. Ohne sie wird verschleiert, wo und unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert wurden. Importware aus Ländern mit deutlich niedrigeren Standards landet Seite an Seite mit heimischen Produkten im Regal – oft ohne jeden Hinweis. Das verzerrt den Wettbewerb massiv und bestraft jene, die Qualität liefern. „Jahrelang hieß es, Herkunftskennzeichnung sei nur in der Kleingastronomie umsetzbar. Land schafft Leben hat jedoch mit den XXXLutz-Restaurants bewiesen: Es ist möglich. Alle Zutaten sind sowohl auf der Speisekarte als auch auf der Website klar ersichtlich. Das ist ein Best-Practice-Beispiel – allen Gegnern der Herkunftskennzeichnung geht damit die letzte Ausrede aus. Es zeigt: Transparenz funktioniert
“, bringt es Hannes Royer auf den Punkt. Er ergänzt: „Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht auf Wahrheit am Teller. Wer die Herkunft verschweigt, nimmt ihnen bewusst die Entscheidungsfreiheit.
Land schafft Leben bietet Gastronomen gerne praxisnahe Expertise rund um die Herkunftskennzeichnung an.“
Freiwillige Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie
Rückfragen & Kontakt
Carina Bauer, Kommunikation
Land schafft Leben
Telefon: 01 89 06 458
E-Mail: [email protected]
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