• 01.04.2026, 11:10:03
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Immobilienpreisspiegel 2026: Niederösterreichischer Markt erholt sich mit Vernunft

Angebot und Nachfrage bleiben auf stabilem Niveau.

3100 St. Pölten (OTS) - 

Die aktuelle Ausgabe des Immobilienpreisspiegels 2026 der WKO zeigt für Niederösterreich eine gesunde und stabile Entwicklung am Immobilienmarkt. In nahezu allen erhobenen Segmenten sind die Preise nur moderat gestiegen. Parallel zeigen die erhobenen Marktdaten eine Erholung an. Im Vergleich zu 2024 stiegen die Transaktionszahlen um gute 7 Prozent, gleichzeitig erhöhte sich das Transaktionsvolumen um 6 Prozent.

„Der Markt hat zu einer vernünftigen Ausgewogenheit zurückgefunden, ohne Überhitzung oder grobe Ausschläge“, freut sich Johannes Wild, Obmann der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder der WKNÖ. „Wir haben es 2025 neben mehr Abschlüssen zu mehr Zuversicht und Vertrauen geschafft, während sich die Preise vernünftig und moderat bewegt haben. Niederösterreich zeigt damit den Weg für nachhaltige und sichere Marktbelebung.“

Moderate Preisentwicklung

Bei den Baugrundstücken liegt Niederösterreich im Durchschnitt bei 193,33 Euro pro Quadratmeter und damit um 1,67 Prozent über dem Vorjahr. Eigentumswohnungen im Erstbezug steigen auf 2.728,95 Euro pro Quadratmeter (+1,03 Prozent), gebrauchte Eigentumswohnungen auf 1.674,48 Euro pro Quadratmeter (+1,28 Prozent). Auch Reihenhäuser mit 1.708,43 Euro pro Quadratmeter (+1,94 Prozent) und Einfamilienhäuser mit 1.863,32 Euro pro Quadratmeter (+1,88 Prozent) zeigen eine moderate Aufwärtsbewegung. Mietwohnungen liegen im Durchschnitt bei 8,46 Euro pro Quadratmeter und damit um 1,20 Prozent über dem Vorjahr.

„Die Zahlen zeigen, dass der Markt wieder lebendiger wird, aber mit dem richtigen Maß“, erklärt Christine Weber, stellvertretende Obfrau der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder. „Verkäufer und Käufer gehen wieder mit dem richtigen Augenmaß auf den Markt zu, Entscheidungen fallen überlegt und realistisch.“

St. Pölten als Landeshauptstadt beweist Standortsicherheit

Ein besonders aussagekräftiger Blick richtet sich auf St. Pölten als Landeshauptstadt. Dort zeigt sich in mehreren Bereichen eine spürbar stärkere Entwicklung als im niederösterreichweiten Durchschnitt. Baugrundstücke steigen in St. Pölten auf 227,81 Euro pro Quadratmeter und damit um 5,59 Prozent. Eigentum im Erstbezug liegt bei 3.010,17 Euro pro Quadratmeter (+1,24 Prozent), gebrauchte Eigentumswohnungen bei 1.897,30 Euro pro Quadratmeter (+0,91 Prozent). Reihenhäuser erreichen 1.877,45 Euro pro Quadratmeter (+2,84 Prozent), Einfamilienhäuser 2.020,30 Euro pro Quadratmeter (+2,17 Prozent). Neuwertige Mietwohnungen werden durchschnittlich um 8,82 Euro pro Quadratmeter vermietet (+0,92 Prozent).

Auch bei den gewerblichen Immobilien unterstreicht St. Pölten seine Rolle als wirtschaftlicher Schwerpunkt: Grundstücke für Betriebe steigen auf 121,95 Euro pro Quadratmeter (+4,94 Prozent), Büroflächen auf 9,73 Euro pro Quadratmeter (+1,14 Prozent), während Geschäftslokale mit 16,31 Euro pro Quadratmeter leicht unter dem Vorjahr liegen (-1,15 Prozent).

„St. Pölten zeigt deutlich, wie sich ein guter Standort entwickelt. Die Nachfrage ist gegeben, aber die Preise steigen in einem vernünftigen Rahmen, der Wirtschaftsstandort gewinnt sichtbar an Stärke. Das ist kein schneller Hype, sondern ein Zeichen für eine gute Erholung und für eine stabile Aufwärtsbewegung“, erklärt Wild.

Gewerbeimmobilien insgesamt stabil

Niederösterreichweit bleiben Büroflächen mit 8,68 Euro pro Quadratmeter stabil, Geschäftslokale steigen nur geringfügig auf 8,20 Euro pro Quadratmeter (+0,12 Prozent), und Betriebsgrundstücke erreichen 79,89 Euro pro Quadratmeter (+1,97 Prozent).

„Der Immobilienmarkt entwickelt sich tragfähig in Niederösterreich weiter, sowohl im Wohn- als auch im Gewerbeimmobilienbereich“, so Christine Weber.

Verlässliche Rahmenbedingungen bleiben entscheidend

„Die erfreuliche Entwicklung am Markt ist jedenfalls Ergebnis des wohnpolitischen Weges des Landes Niederösterreich. Das deutliche Nein zur Leerstandsabgabe, der Einsatz gegen die schweren Finanzierungshürden und eine neue Sanierungsverordnungsnovelle, die Bestanderhalt wesentlich erleichtert, geben Käuferinnen und Käufern Zuversicht und Planbarkeit“, hält Weber fest. „Niederösterreich geht mit bestem Beispiel voran, damit der regionale Markt in jedem Sektor, gewerblich und gemeinnützig, gut funktioniert und leistbar bleibt“, sind sich Wild und Weber einig. „Wir sind auf einem soliden und damit gutem Weg“, so die beiden abschließend.

Immobilienpreisspiegel 2026 ab sofort erhältlich

Der Immobilienpreisspiegel 2026 ist ab sofort zum Preis von 59 Euro erhältlich, für Mitglieder der WKO um 49 Euro, jeweils zzgl. USt und Versandkosten.

Bestellungen sind beim Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Wiedner Hauptstraße 57/2/2/5, 1040 Wien, per E-Mail an [email protected], telefonisch unter 0590900-5522 oder per Fax an 0590900-115522 möglich.

Rückfragen & Kontakt

Wirtschaftskammer Niederösterreich
Stabsabteilung Kommunikation
Telefon: 02742 851-14100
E-Mail: [email protected]
Website: https://wko.at/noe

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