• 01.04.2026, 10:17:02
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ÖGB-Neumayer-Stickler: „Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit tragen unser Sozialsystem mit – nicht umgekehrt“

Wer hier arbeitet, zahlt ein und hält das Land am Laufen – Hetze hilft niemandem

Wien (OTS) - 

Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) weist die jüngsten Darstellungen über den angeblichen "Missbrauch" des österreichischen Sozialsystems durch Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit entschieden zurück. „Diese Behauptungen entbehren jeder Grundlage und sind nicht nur faktisch falsch, sondern spalten die arbeitende Bevölkerung“, betont Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des gesundheitspolitischen Referats im ÖGB.

„Tatsache ist: Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind überdurchschnittlich oft im erwerbsfähigen Alter – sie arbeiten, zahlen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge und leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag zu unserem Gesundheits- und Sozialsystem“, so Neumayer-Stickler weiter. „Ohne sie könnten viele Betriebe, Spitäler, Pflegeeinrichtungen oder Betriebe im Handel gar nicht funktionieren“, steht für die Gewerkschafterin außer Frage.

Falsche Behauptungen spalten die Gesellschaft

Der ÖGB kritisiert die bewusste Verdrehung von Fakten durch bestimmte politische Kräfte scharf. „Es ist gefährlich, wenn politische Parteien Daten mutwillig missinterpretieren, um Angst zu schüren. Das hat mit echter Sorge um die Sozialversicherung nichts zu tun – das ist ein Angriff auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, erklärt Neumayer-Stickler.

Laut aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums nutzen Menschen aus Drittstaaten das heimische Gesundheitssystem sogar unterdurchschnittlich oft – entgegen vieler Behauptungen und fake news. Gleichzeitig tragen sie als Beschäftigte in vielen Branchen wesentlich zur Finanzierung und Aufrechterhaltung des österreichischen Systems bei.

Vollste Beteiligung im Sozialsystem

„Anstatt Menschen gegeneinander auszuspielen, brauchen wir Respekt für alle, die durch ihre Arbeit zum gemeinsamen Wohl beitragen – egal, welchen Pass sie haben“, betont Neumayer-Stickler: „Das österreichische Sozialsystem lebt von Solidarität. Wer hier arbeitet und einzahlt, soll auch die Sicherheit haben, Unterstützung zu bekommen, wenn sie oder er sie braucht.“

Keine Angst, sondern Fakten

Der ÖGB appelliert an alle politischen Kräfte, auf sachliche Debatten statt auf Stimmungsmache zu setzen. Denn: „Unser Sozialstaat ist kein Selbstbedienungsladen – aber er ist auch kein Feindbild. Er ist das, was Österreich stark macht – durch die Arbeit und den Beitrag von Millionen Menschen“, so Neumayer-Stickler abschließend.

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