- 31.03.2026, 12:20:02
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Marterbauer/Eibinger-Miedl/Schellhorn: Gesamtstaatliches Defizit 2025 bei 4,2% - Budgetdefizit fiel besser aus als erwartet
Für 2026 wird Defizit von 4,2 % erwartet
Mit 4,2 % des BIP ist das gesamtstaatliche Defizit deutlich besser ausgefallen als bei der Erstellung des Doppelbudgets im Mai 2025 erwartet. Damals lag die Prognose bei 4,5 %. Neben einem strengen Budgetvollzug ist die Verbesserung auf eine verbesserte konjunkturelle Lage und geringere Ausgaben für Zinszahlungen zurückzuführen.
Nach Sektoren betrachtet liegt das Ergebnis im Bundessektor um 2,1 Milliarden Euro besser als im April 2025 prognostiziert. Der Bundessektor hat damit gegenüber den Planungen aus dem Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte des BIP besser abgeschnitten. Länder und Gemeinden sowie Sozialversicherungsträger haben jeweils um 0,1 Prozentpunkte schlechter als prognostiziert abgeschnitten. Die Schuldenquote lag mit 81,5 % des BIP um 3,2 Prozentpunkte unter der Prognose von April 2025. Der Erfolg 2025 zeigt, dass eine auf Verteilung, Beschäftigung und auf die Konjunktur Rücksicht nehmende Budgetsanierung gelingen kann.
Für 2026 erwartet das Finanzministerium weiterhin ein Defizit von 4,2%. Dabei gehen die Expertinnen und Experten davon aus, dass die verbesserte Ausgangssituation, die sich durch das deutlich niedrigere Defizit 2025 ergibt, bei gleichzeitigem Risiko einer eintrübenden Konjunktur aufgrund der aktuellen geopolitischen Ereignisse in etwa ausgleichen werden.
Ziel der Bundesregierung bleibt es weiterhin, ein Defizit von 3 % des BIP im Jahr 2028 zu erreichen und die erfolgreiche Sanierung der Staatsfinanzen weiterzuführen. Nach Ostern wird mit den Verhandlungen über das Doppelbudget 2027/28 begonnen. Gerade in der sehr volatilen geopolitischen Lage sind Planungssicherheit, Stabilität und Orientierung besonders essenziell. Gerade in krisenhaften Situationen brauchen wir Spielräume, die durch strukturelle Reformen und vernünftige Sanierungsmaßnahmen ermöglicht werden.
„Mit dem Defizit von 4,2 % des BIP im Jahr 2025 hat die Bundesregierung ihre Aufgabe erfüllt, Österreich wieder in Richtung eines stabilen Budgetkurses zu bringen. Ohne Konsolidierungsmaßnahmen wäre das Budgetdefizit im Jahr 2025 bei 5,8 % des BIP gelegen“, erinnert Finanzminister Markus Marterbauer. „Den bisherigen Weg gilt es konsequent weiterzuverfolgen. Mit dem strikten Budgetvollzug schaffen wir Spielräume, um in krisenhaften Situationen gezielt und rasch eingreifen zu können.“
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl: „Österreich hat die Trendwende beim Budget erfolgreich eingeleitet, der eingeschlagene Konsolidierungskurs wirkt. Das belegen die aktuellen Zahlen der Budgetnotifikation für 2026. Unser Ziel bleibt klar: Österreich soll 2028 wieder aus dem EU-Defizitverfahren herauskommen. Dafür braucht es eine anhaltende, gesamtstaatliche Anstrengung von Bund, Ländern und Gemeinden – mit Budgetdisziplin und Reformen. Diesen Weg werden wir auch mit dem Doppelbudget 2027/28 gemeinsam einschlagen.“
Staatssekretär Sepp Schellhorn: „Der Kurs stimmt, aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Die eigentlichen Hebel liegen in den Strukturen. Wer jetzt Reformen verschiebt, verspielt Spielräume für dringend notwendige Entlastungen. Wir müssen dranbleiben, dranbleiben, dranbleiben.“
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