• 31.03.2026, 12:15:02
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Sexuelle Belästigung im Job: ÖGB fordert besseren Schutz in Betrieben

Djalinous-Glatz: „Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen – Betriebsrat ist wichtige Anlaufstelle für Betroffene“

Wien (OTS) - 

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist auch für viele Beschäftigte Realität. Ein aktueller Bericht auf der standard.at zeigt, dass es in vielen Betrieben an klaren Strukturen zum Schutz von Arbeitnehmer:innen fehlt. Die ÖGB Frauen fordern daher verbindliche Maßnahmen und Richtlinien gegen sexuelle Belästigung in Unternehmen und eine stärkere Verankerung von Prävention und Ansprechstellen direkt im Betrieb.

„Sexuelle Belästigung ist kein Einzelfall und schon gar kein Kavaliersdelikt. Sie verletzt die Würde von Arbeitnehmer:innen und kann massive gesundheitliche Folgen haben. Unternehmen sind verpflichtet, ihre Beschäftigten zu schützen und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Respekt und Sicherheit selbstverständlich sind“, sagt Dinah Djalinous-Glatz, Expertin in der ÖGB Bundesfrauenabteilung

Besonders wichtig sei, dass Betroffene niederschwellig Unterstützung bekommen. „Viele trauen sich nicht, über Vorfälle zu sprechen – aus Angst vor Konsequenzen oder weil sie nicht wissen, an wen sie sich wenden können. Deshalb braucht es klare Ansprechpersonen im Betrieb“, so Djalinous-Glatz.

Der Betriebsrat spiele dabei eine zentrale Rolle. „Betriebsrät:innen sind oft die erste Vertrauensstelle für Beschäftigte. Sie kennen die Situation im Betrieb und können Betroffene unterstützen, beraten und bei weiteren Schritten begleiten. Wo es einen Betriebsrat gibt, gibt es auch eine wichtige Schutzstruktur für Arbeitnehmer:innen“, stellt die Gewerkschafterin klar.

„Sexuelle Belästigung darf im Arbeitsleben keinen Platz haben. Unternehmen müssen hinschauen, handeln und Verantwortung übernehmen“, betont Djalinous-Glatz.

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ÖGB Kommunikation
Mag. Barbara Kasper
0664/614 5221
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