• 31.03.2026, 11:06:32
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Grüne zu Totschnig: „Landwirtschaft stärken heißt Energieunabhängigkeit schaffen“

Voglauer/Hammer: Fossile Sackgasse statt echter Entlastung für die Landwirtschaft

Wien (OTS) - 

„Unsere Landwirtschaft ist Teil unserer Lebensgrundlage. Gerade in schwierigen Zeiten lassen wir unsere Bäuerinnen und Bauern nicht im Stich. Derzeit ist allerdings noch vollkommen offen, wie eine Agrardiesel-Maßnahme konkret aussehen soll. Wenn Landwirtschaftsminister Totschnig dort helfen will, muss er zumindest an anderer Stelle fossile Abhängigkeiten konsequent beenden und zwar nicht nur in der Theorie, sondern durch einen massiven und beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien in der Landwirtschaft“, sagt die Landwirtschaftssprecherin der Grünen, Olga Voglauer.

Echte Entlastung entsteht nicht durch das Festhalten an fossilen Subventionen, sondern durch Unabhängigkeit: Photovoltaik auf Stalldächern, Biogas aus Reststoffen und moderne Speicherlösungen. All das senkt langfristig Kosten, macht Betriebe krisenfester und reduziert die Abhängigkeit von volatilen Energiepreisen. „Wer heute noch Agrardiesel fördert, ohne gleichzeitig den Umstieg auf Erneuerbare Energie massiv voranzutreiben, verschiebt das Problem nur in die Zukunft und verteuert es am Ende für alle“, hält Voglauer fest.

Gleichzeitig müssen klimaschädliche und preistreibende Fehlanreize beendet werden. Dazu gehören auch Unterstützungen für Mineraldünger und chemische Pestizide, die Betriebe in eine teure Abhängigkeit treiben. „Unsere Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern zeigen seit Jahren, dass es anders geht: Ein Verzicht auf solche Betriebsmittel funktioniert, stärkt die Resilienz und macht Produkte weniger anfällig für globale Preisschocks“, meint Voglauer.

Der Energiesprecher der Grünen, Lukas Hammer, ergänzt: „Angesprochen auf seine Aufgaben als Klimaschutzminister, spricht Totschnig im Morgenjournal ausschließlich über Dieselpreise und Landwirtschaft – kein Wort zu Klima- oder Umweltschutz. Das ist bezeichnend.“ Ein Minister, der für Umwelt und Klima zuständig ist, müsste längst für einen klaren Ausstieg aus Öl und Gas sorgen – mit wirksamen Gesetzen statt bloßen Ankündigungen. „Stattdessen hat Totschnig kein einziges Klima- oder Umweltgesetz vorgelegt und gleichzeitig sämtliche Förderungen für den Umstieg auf Erneuerbare Energien gekürzt. So viele Menschen wollen endlich wegkommen vom teuren und dreckigen Erdöl, aber die Regierung lässt sie im Regen stehen – das ist ungerecht und unverantwortlich. Wer wirklich will, dass Österreich unabhängig wird und die Landwirtschaft bezahlbar bleibt, muss das Problem an der Wurzel packen anstatt sich in Ankündigungen und Symptombekämpfungen im homöopathischen Bereich zu üben.“

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