• 31.03.2026, 10:23:33
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Transportwirtschaft: Preisbremse bei Treibstoffen reicht nicht aus – Gewerbediesel jetzt umsetzen

WKÖ-Fischer fordert zusätzliche Entlastung durch Aussetzung des CO₂ Preises auf Diesel, um Branche und Inflation zu stabilisieren

Wien (OTS) - 

Die zuletzt beschlossene Preisbremse auf Treibstoffe ist aus Sicht der heimischen Transportwirtschaft zwar ein Schritt in die richtige Richtung, greift jedoch viel zu kurz. Angesichts laufend steigender Treibstoffpreise bleibt sie ein Tropfen auf dem heißen Stein und vermag die massiv gestiegenen Kosten im Güterbeförderungsgewerbe nicht ausreichend abzufedern.

„Die Transportwirtschaft steht unter enormem Druck. Treibstoff ist unser zentraler Kostenfaktor, und genau hier wirken die staatlichen Maßnahmen derzeit nicht ausreichend“, betont der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe. Die bisher gesetzten Schritte reichen nicht aus, um Unternehmen nachhaltig zu entlasten und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Der Fachverband fordert daher zusätzlich die Einführung eines Gewerbediesels, konkret durch eine Aussetzung des CO₂-Preises auf Diesel. Diese Maßnahme wäre effizient, treffsicher und rasch wirksam.

Seit Einführung der CO₂-Bepreisung im Jahr 2022 hat der Staat daraus erhebliche Mehreinnahmen erzielt. Allein in den Jahren 2024 und 2025 waren es – gemessen am Dieselverbrauch – über 1,6 Milliarden Euro. Rechnet man auch noch die Einnahmen aus Benzin hinzu, ergibt sich ein Betrag von mehr als 2,1 Milliarden Euro, und zwar netto. Hinzu kommen also noch die Einnahmen aus der Umsatzsteuer. Beim CO₂-Preis handelt es sich um eine im Jahr 2022 neu eingeführte Steuer und somit um zusätzliche Einnahmen für das Budget. „Nun ist es an der Zeit, dass ein Teil dieser Mittel wieder an jene zurückfließt, die sie erwirtschaften“, so Fachverbandsobmann Fischer.

Ein Gewerbediesel hätte dabei eine doppelte Wirkung: Einerseits würde er die Transportbranche und die Wirtschaft gezielt entlasten und damit einen wesentlichen Teil der heimischen Versorgungskette stabilisieren. Andererseits würde er helfen, ein erneutes Aufflammen der Inflation zu verhindern, denn steigende Transport- und Logistikkosten schlagen unweigerlich auf Warenpreise durch.

„Wenn die Politik Preisstabilität und Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss sie die logistischen Grundlagen dafür absichern“, erklärt der Fachverbandsobmann. „Ein Gewerbediesel ist keine Subvention, sondern eine punktuelle und sachlich begründete Rückführung von Mehreinnahmen – und ein wirksames Instrument gegen weitere Kosten- und Preisschübe.“

Der Fachverband appelliert daher an die Bundesregierung, rasch nachzuschärfen und die bestehende Preisbremse durch einen Gewerbediesel zu ergänzen. Nur so könne die Transportwirtschaft ihre Schlüsselrolle für Wirtschaft und Gesellschaft auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen weiterhin erfüllen. (PWK135/ST)

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