• 31.03.2026, 09:23:02
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BÖP begrüßt von der Regierung beschlossenes Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige

Neue Maßnahmen sollen Kinder und Jugendliche schützen

Wien (OTS) - 

Der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) begrüßt das von der Bundesregierung beschlossene Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige ausdrücklich. Der BÖP sieht diese Maßnahme als einen bedeutsamen Schritt, um junge Menschen in einer besonders sensiblen Entwicklungsphase vor den Risiken sozialer Medien zu schützen.

Gleichzeitig betont der BÖP, dass es über dieses Verbot hinaus weitergehende, ganzheitliche Lösungen brauche. Dazu zählen insbesondere ein verstärkter Jugendschutz auch für über 14-Jährige sowie eine grundsätzliche Verantwortungsverlagerung. Denn: Die Gefahren der sozialen Netzwerke enden nicht mit einer Altersgrenze von 14 Jahren. Aktuelle Daten zeigen, dass 14- bis 17-Jährige sogar noch häufiger von problematischer Social-Media-Nutzung betroffen sind als jüngere Kinder. Auch in dieser Altersgruppe befinden sich Selbstbild und soziale Kompetenzen weiterhin in der Entwicklung, weshalb soziale Medien weiterhin ein erhebliches Potenzial für psychische Belastungen darstellen können.

„Darüber hinaus greift es zu kurz, wenn die Verantwortung des Problems primär auf junge Menschen verlagert wird. Vielmehr müssen auch die großen Social-Media-Konzerne stärker in die Pflicht genommen und auf internationaler Ebene klare regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden“, so a.o. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, Präsidentin des BÖP.

Von zentraler Bedeutung ist zudem, das gesamte Lebensumfeld der Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen: Eltern, Bezugspersonen sowie Pädagoginnen und Pädagogen spielen eine zentrale Rolle im Umgang von Kindern und Jugendlichen mit sozialen Medien. Sie müssen entsprechend informiert, sensibilisiert und unterstützt werden.

„Kinder und Jugendliche – ebenso wie ihre Bezugspersonen – dürfen in dieser digitalen Umbruchsphase nicht alleingelassen werden. Es braucht ein Zusammenspiel aus Regulierung, Bildung und begleitender Unterstützung“, betont die BÖP-Präsidentin.

Der BÖP begrüßt daher explizit die Einführung des neuen Unterrichtsfachs „Medien und Demokratie“, das Medienkompetenz und kritisches Denken fördern soll.

Rückfragen & Kontakt

Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP)
Nathalie Winterink, BA BSc MSc
Telefon: 0670 35 41 296
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.boep.or.at

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