- 31.03.2026, 08:10:32
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3jähriger "Lukas": Kinderschutz in der Kritik!
Wenn Gefährdungsmeldungen vom Gericht ignoriert werden, hat dies gravierende Folgen für das Kindeswohl
Der Verein StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt lädt am 2. April 2026 um 09:30 Uhr zu einer Online-Pressekonferenz, die ein strukturelles Problem im österreichischen Kinderschutzsystem in den Fokus rückt. Im Zentrum steht die Frage, welche Folgen es hat, wenn wiederholte Gefährdungsmeldungen und medizinische Hinweise nicht ausreichend abgeklärt werden, gleichzeitig aber weitreichende gerichtliche Entscheidungen über das Leben von Kindern getroffen werden.
Ausgangspunkt ist der aktueller Anlassfall “Lukas”: Ein dreijähriges Kind wurde trotz mehrfacher Gefährdungsmeldungen und vorliegender ärztlicher Befunde, die auf eine mögliche Gefährdung durch den Vater hinweisen, aus dem mütterlichen Haushalt genommen und dem Vater zugesprochen. Nach Einschätzung der beteiligten Fachpersonen wurden zentrale Hinweise im Vorfeld nicht ausreichend geprüft. Dennoch erfolgte eine gerichtliche Entscheidung mit unmittelbaren und gravierenden Auswirkungen auf das Kindeswohl.
https://verein-stop-partnergewalt.at/aktuelles/offener-brief/#more-1568
Die Pressekonferenz beleuchtet insbesondere die Schnittstelle zwischen medizinischer Expertise, Gefährdungsbeurteilung und gerichtlicher Entscheidungsfindung. Im Fokus steht die Frage, wie ärztliche Befunde in Verfahren gewichtet werden und welche strukturellen Defizite dazu führen, dass medizinische Einschätzungen nicht ausreichend berücksichtigt werden. Aber auch das Kindschafts- und Namensänderungsgesetz (KindNamRÄG 2013) aus 2013 mit seinen Auswirkungen auf Kinder und Mütter wird kritisch hinterfragt.
Als Expertinnen nehmen teil:
Ass.-Prof. Mag. Dr. Barbara Beclin, Universität Wien, Institut für Zivilrecht mit Schwerpunkt Kinderschutz und Gewaltkontexte
Maria Stern, Founder und CEO des „THANKS DAY - World Day for Single Parent Families & Friends“, sie vernetzt Alleinerziehende und ihre NGOs weltweit.
Mag.a Maria Rösslhumer, Vorsitzende des Vereins StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt, Gewaltschutzexpertin
Kerstin Drechsler, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson, Forensic Nurse und Obfrau des Zentrums für Familienrecht
Die Einbindung medizinischer Expertise ist ein zentraler Aspekt der Veranstaltung. Angesprochen werden insbesondere die Rolle Kinder- und jugendmedizinischer Befunde in Obsorgeverfahren sowie die Verantwortung der beteiligten Institutionen bei der Bewertung von Gefährdungslagen.
Die PK greift damit eine grundlegende Frage auf: Wie kann sichergestellt werden, dass Gefährdungsmeldungen ernst genommen, fachlich geprüft und in gerichtlichen Verfahren angemessen berücksichtigt werden, bevor Entscheidungen mit potenziell irreversiblen Folgen getroffen werden.
Details zur Pressekonferenz
Datum: 2. April 2026
Uhrzeit: 09:30 Uhr
Ort: ONLINE mit ZOOM LINK https://us06web.zoom.us/j/86709832953?pwd=JnMBtzhPc9el4ufrcE7YNBFpeuq7Ee.1
Rückfragen & Kontakt
Verein StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt
Mag.a Maria Rösslhumer
Telefon: +43 6608026388
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.verein-stop-partnergewalt.at
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