- 30.03.2026, 09:41:02
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Bundesjugendvertretung: Vollversammlung bestätigt Wechsel im Vorsitz und fordert Klimaschutzgesetz ein
Moritz Mittermann folgt Sebastian Stark für die JVP in den BJV-Vorsitz. Delegierte beschlossen zudem die Lobbyarbeit für ein verbindliches Klimaschutzgesetz zu verstärken.
Die Bundesjugendvertretung (BJV) hielt vor Kurzem im Catamaran in Wien ihre 25. Vollversammlung ab. Rund 100 Delegierte verschiedener Kinder- und Jugendorganisationen blickten gemeinsam auf das vergangene Arbeitsjahr zurück und diskutierten über aktuelle jugendpolitische Themen.
Ein zentrales Thema war dabei das weiterhin fehlende Klimaschutzgesetz. Die Alpenvereinsjugend forderte per Antrag unterstützt durch die Naturfreundejugend, die Pfadfinder*innen Österreich sowie die Katholische Jungschar und die Katholische Jugend, dass die BJV ihre Aktivitäten zur Durchsetzung eines Klimaschutzgesetzes gegenüber der Regierung verstärkt. Der Antrag wurde mehrheitlich von den Mitgliedsorganisationen angenommen. „Die Auswirkungen der Klimakrise sind für Kinder und Jugendliche schon heute massiv spürbar. Als BJV setzen wir uns dafür ein, dass es nicht nur ein starkes Klimaschutzgesetz mit einem klaren Bekenntnis zur Klimaneutralität 2040 geben soll, sondern dass junge Menschen auch aktiv in dessen Gestaltung eingebunden werden“, sagt BJV-Vorsitzende Anna Schwabegger.
Wechsel im Vorsitz
Neben Diskussionen zu aktuellen Jugendthemen gab es bei der Vollversammlung auch einen außerordentlichen Wechsel im Vorsitzteam. Nachdem sich Sebastian Stark (JVP) aufgrund einer beruflichen Veränderung entschieden hat, sein Mandat zurückzulegen, wurde Moritz Mittermann als neuer BJV-Vorsitzender nachnominiert und bestätigt. Der 23-jährige Niederösterreicher wird gemeinsam mit den drei anderen Vorsitzenden im kommenden Jahr die Anliegen von Kindern und Jugendlichen in der Öffentlichkeit vertreten. „Wir leben in einer Welt mit sich ständig ändernden Bedingungen, die Jugendliche oft vor große Herausforderungen stellt. Es freut mich, dass ich mich nun auch in der BJV für die Interessen junger Menschen einsetzen kann. Denn mit einer vereinten Stimme werden wir am stärksten gehört“, so Mittermann.
25-Jahr-Jubiläum und Kampagne „Drei Millionen“ für gerechte politische Teilhabe
2026 feiert die BJV ihr 25-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum soll aber nicht nur ein Anlass zum Feiern sein, sondern auch darauf aufmerksam machen, warum es eine starke Vertretung für junge Menschen braucht. „Es gibt drei Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – ihre Anliegen sind so vielfältig wie sie selbst, doch sie werden von der Politik nicht immer gehört. Wir werden uns auch in Zukunft mit unseren Mitgliedsorganisationen dafür einsetzen, dass die Lebensrealität junger Menschen in politischen Entscheidungen berücksichtigt wird“, so BJV-Vorsitzende Lejla Visnjic.
Ein aktueller Schwerpunkt der BJV-Arbeit ist passend dazu die gerechte politische Teilhabe junger Menschen. Mit ihrer Kampagne „Drei Millionen“ fordert die BJV mehr politische Mitsprache, vor allem in Schulen, am Arbeitsplatz, im digitalen Raum und im politischen Alltag. „Denn junge Menschen wollen mitgestalten und sind politisch interessiert – sie brauchen nur die passenden Möglichkeiten, um sich einzubringen. So wird auch sichergestellt, dass politische Entscheidungen getroffen werden, die der Lebenswelt junger Menschen entsprechen“, betont BJV-Vorsitzender Ahmed Naief.
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