- 28.03.2026, 10:32:32
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FPÖ – Hafenecker: „Tendenziöse Ungarn-Berichterstattung ist Versuch der Wahlbeeinflussung!"
ORF und gleichgeschaltete Medien bedienen einseitige Anti-Orbán-Narrative – manipulierter Umfragepool, selektive Berichterstattung und verschwiegene Gegendaten untergraben Fairness
„Was derzeit in Teilen der österreichischen Medienlandschaft – allen voran im zwangsgebührenfinanzierten ORF – zur ungarischen Parlamentswahl abläuft, ist kein Journalismus mehr, sondern eine orchestrierte Meinungskampagne. Es werden nahezu ausschließlich Umfragen verbreitet, die die Tisza-Partei vorne sehen, während Ministerpräsident Viktor Orbán systematisch schlechtgeschrieben wird. Das ist einseitig, tendenziös und letztlich ein Versuch der Wahlbeeinflussung", kritisierte heute FPÖ-Generalsekretär und Mediensprecher NAbg. Christian Hafenecker, MA.
Besonders pikant: Der ORF titelte in seiner „ZiB2“ „Orbán vor Wahl unter Druck" und bedient damit ein politisches Wunschbild, das dem Gebot der Ausgewogenheit Hohn spricht. „Der ORF wird von österreichischen Steuerzahlern und Gebührenzahlern finanziert und hat damit eine besondere Verpflichtung zur unparteiischen Berichterstattung. Dieser Pflicht kommt er bei der Ungarn-Wahl offenkundig nicht nach", so Hafenecker.
Wer einen nüchternen Blick auf die aktuelle Umfragenlandschaft wirft, erkenne sofort: „Das Bild ist alles andere als eindeutig – sofern man alle verfügbaren Erhebungen heranzieht und nicht nur jene, die ins politische Narrativ passen. Das renommierte amerikanische Institut McLaughlin & Associates sieht Fidesz/KDNP mit 43 zu 37 Prozent klar in Führung. Das regierungsunabhängige Center for Fundamental Rights weist in seinen Erhebungen von Oktober und November 2025 Fidesz mit 47 bzw. 48 Prozent vor Tisza mit 42 bzw. 41 Prozent aus. Demgegenüber zeigen oppositionsnahe Institute wie Medián oder IDEA Intézet deutliche Tisza-Vorsprünge. „Diese Bandbreite der Ergebnisse zeigt eines unmissverständlich: Es gibt keinen wissenschaftlichen Konsens über den Ausgang dieser Wahl. Wer in der Berichterstattung nur eine Seite dieses Meinungsbilds zeigt, betreibt Propaganda, keinen Journalismus", so Hafenecker.
Dass diese Verzerrung System hat, belegt ein konkreter Vorgang beim Nachrichtenmedium POLITICO: Ende November 2025 wurden die Daten von „Magyar Társadalomkutató“, das für die Parlamentswahlen 2022 die akkurateste Prognose veröffentlichte, sowie jene des „Center for Fundamental Rights“, das für die EU-Wahl 2024 immerhin die drittgenaueste Umfrage lieferte, ohne methodisch nachvollziehbare Begründung aus dem POLITICO-Umfragenpool entfernt. Gleichzeitig wurden Daten des Instituts „Publicus Intézet“ aufgenommen – ausgerechnet jenes Institut, das bei den Parlamentswahlen 2022 am weitesten von den tatsächlichen Ergebnissen entfernt lag. Das Resultat war unmittelbar sichtbar: Vor der Umstrukturierung wies die POLITICO-Aggregation einen knappen Fidesz-Vorsprung von 44 zu 43 Prozent aus – danach zeigte dieselbe Grafik plötzlich einen deutlichen Tisza-Vorsprung von 46 zu 39 Prozent. Der Direktor des „Center for Fundamental Rights“, Miklós Szánthó, hat POLITICO diesen Vorgang schriftlich und dokumentiert zur Rede gestellt. Eine überzeugende Antwort blieb aus. „Das ist keine Methodendiskussion, das ist handfeste Umfragenmanipulation mit dem Ziel, ein politisches Ergebnis medial herzustellen", stellte Hafenecker fest und verwies dazu auch auf die jüngsten Umfrageergebnisse des Meinungsforschungsinstituts „Nézőpont“ von Mitte März, das Fidesz einen Vorsprung von sechs Prozentpunkten prognostiziert.
Besonders kritisch sei dabei, dass diese Berichterstattung nicht ohne Wirkung bleibe: „Rund 100.000 Auslandsungarn leben in Österreich. Wer hier über Wochen hinweg ein verzerrtes Bild vermittelt, greift aktiv in die Meinungsbildung dieser Wähler ein. Das ist demokratiepolitisch höchst bedenklich."
Für den FPÖ-Mediensprecher zeichnet sich bereits jetzt ab, welches Narrativ im Fall eines Wahlsiegs von Orbán folgen werde: „Sollte Orbán die Wahl gewinnen – und vieles deutet darauf hin – dann wird die nächste Erzählung nicht lange auf sich warten lassen: Plötzlich wird von angeblicher Einflussnahme, von ‚russischer Manipulation' oder anderen Verschwörungstheorien die Rede sein. Dieses Drehbuch ist längst geschrieben und der ORF wird es bereitwillig spielen. Wir erleben hier ein Muster, das sich durch ganz Europa zieht: Wer nicht auf Linie der EU oder des medialen Mainstreams ist, wird systematisch delegitimiert. Der Fall POLITICO zeigt, wie dieses System funktioniert – unbequeme Daten werden einfach aus dem Verkehr gezogen. Ungarn ist dafür nur das aktuellste Beispiel. Dass ausgerechnet der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs dabei als Verstärker fungiert, macht die Sache noch unerträglicher. Diese Form der politischen Einmischung durch Medien ist brandgefährlich für die Demokratie", so Hafenecker.
Abschließend forderte Hafenecker eine Rückkehr zu sachlicher und ausgewogener Berichterstattung – insbesondere im ORF: „Wahlen müssen frei, fair und ohne mediale Vorverurteilung stattfinden. Der ORF hat einen gesetzlichen Auftrag zur Objektivität – es wird Zeit, dass er ihn ernst nimmt. Wer Umfragedaten selektiv ausblendet und einseitig berichtet, betreibt keine Demokratiepflege, sondern deren Gegenteil."
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