- 27.03.2026, 13:10:32
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EU-Bearbeitungsgebühr für Drittstaaten-Pakete: Handelsverband begrüßt Einführung ab 1. November und fordert straffen Vollzug
91% aller Pakete unter 150Ꞓ-Warenwert kommen aus China, Paketvolumen stieg 2025 auf 5,8 Mrd. Lückenloser Vollzug, digitale Kontrollprozesse & Sanktionsmöglichkeiten entscheidend.
Der Handelsverband bewertet die gestrige Einigung des EU-Parlaments und der EU-Länder hinsichtlich der Einführung einer Bearbeitungsgebühr für Online-Bestellungen aus Drittstaaten ab 1. November als längst überfälliges Signal für fairere Wettbewerbsbedingungen im europäischen Handel.
10.000 Fernost-Pakete gelangen pro Minute in die EU
„Brüssel reagiert auf die massiven Wettbewerbsverzerrungen, unter denen europäische Händler seit Jahren leiden, mit einer Bearbeitungsgebühr für Drittstaaten-Pakete. Damit zeigt der jahrelange Einsatz des Handelsverbands für ein Level Playing Field im E-Commerce endlich Wirkung“, so Rainer Will, Geschäftsführer des freien, überparteilichen Handelsverbands, in einer ersten Stellungnahme. „Die Höhe der Gebühr muss noch von der Kommission festgelegt werden. Sie sollte so hoch wie möglich und mit den WTO-Kriterien vereinbar sein. Die Zeit drängt, im Vorjahr stieg die Zahl der Fernost-Kleinpakete in der EU auf 5,8 Milliarden Pakete. Das sind mehr als 10.000 Pakete pro Minute.“
Der Handelsverband hatte sich sowohl auf nationaler Ebene als auch in Brüssel über die europäische Dachorganisation Ecommerce Europe, wo Rainer Will Mitglied im Board of Directors ist, für die neue Bearbeitungsgebühr für Fernost-Pakete stark gemacht.
„Ramschprodukte aus Fernost, die unter Umgehung von Umwelt-, Sicherheits- und Sozialstandards in die EU gelangen, gefährden unseren Markt, unser Gesundheitssystem und hunderttausende Arbeitsplätze in der EU. Unsere Botschaft ist klar: Wer am Binnenmarkt teilnimmt, muss sich auch an europäische Regeln halten“, ergänzt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.
HV fordert lückenlosen Vollzug, digitale Kontrollprozesse & Sanktionsmöglichkeiten
„Entscheidend ist jetzt ein lückenloser Vollzug sowie wirksame digitale Kontrollprozesse und Sanktionsmöglichkeiten bei einer Nichteinhaltung der Regeln. Unser Ziel ist kein Protektionismus, sondern Chancengleichheit. Wenn für alle dieselben Regeln gelten – egal ob für Händler aus Shenzhen oder Salzburg – profitieren letztlich auch die Konsumentinnen und Konsumenten“, so Handelssprecher Rainer Will abschließend.
Mehr Infos dazu finden Sie im HV-Dossier "E-Commerce" HIER
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