- 27.03.2026, 12:13:32
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Gesundheitsreformfonds stärkt wohnortnahe Versorgung
PVÖ-Präsidentin Gerstorfer begrüßt wichtigen Schritt – Reformkurs in Gesundheit und Pflege konsequent fortsetzen.
„Der Gesundheitsreformfonds ist ein wichtiger und längst nötiger Schritt, um unser öffentliches Gesundheitssystem zu stabilisieren und zukunftsfit zu machen – vor allem für die ältere Generation, die besonders auf eine gut funktionierende, wohnortnahe Versorgung angewiesen ist“, erklärt Birgit Gerstorfer, MBA, Präsidentin des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), anlässlich der heutigen Präsentation des Gesundheitsreformfonds.
Mehr wohnortnahe Versorgung statt langer Wartezeiten
Positiv bewertet der PVÖ insbesondere den Ausbau der wohnortnahen Versorgung im niedergelassenen Bereich, die Stärkung von Primärversorgungseinheiten, längere Öffnungszeiten inklusive Randzeiten und Wochenenden sowie zusätzliche fachärztliche Zentren – etwa in der Frauengesundheit, bei chronischen Erkrankungen und in der Schmerztherapie. „Für viele Pensionistinnen und Pensionisten sind kurze Wege, gut erreichbare Ordinationen und kürzere Wartezeiten keine Frage des Komforts, sondern eine Frage der Gesundheit“, so Gerstorfer.
Besonders hebt die PVÖ-Präsidentin den geplanten Ausbau der medizinischen Hauskrankenpflege und die psychosozialen Angebote hervor: „Rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen werden zu Hause betreut, meist von Angehörigen. Wenn Hauskrankenpflege, mobile Dienste und Unterstützungsangebote gestärkt werden, entlastet das nicht nur das System, sondern vor allem jene pflegenden Angehörigen, die Tag für Tag Unschätzbares leisten“, betont Gerstorfer.
Prävention und Digitalisierung dürfen niemanden ausschließen
Der PVÖ begrüßt zudem, dass verstärkt in Prävention – etwa Vorsorgeprogramme und ein österreichweites Darmkrebs-Screening – sowie in e-Health, Telemedizin und eine moderne digitale Patientenakte investiert wird. „Gesundheit muss als öffentliches Gut verteidigt und Prävention viel stärker in den Mittelpunkt gestellt werden“, erinnert Gerstorfer an die langjährige Forderung des PVÖ nach besserer Gesundheitsvorsorge für alle Generationen. Digitalisierung dürfe jedoch niemals zum Ausschlusskriterium werden: „Jede digitale Leistung braucht eine gleichwertige analoge Alternative, damit ältere Menschen ohne Smartphone oder Internet nicht von Gesundheitsleistungen ausgeschlossen werden“, so die PVÖ-Präsidentin.
Geld gegen Wirkung: Verbesserungen müssen bei den Menschen ankommen
Das Prinzip „Geld gegen Wirkung“ sieht der PVÖ als Chance, reale Verbesserungen im Alltag der Patientinnen und Patienten abzusichern. Das heißt, die eingesetzten Mittel sind an konkrete Ziele und überprüfbare Verbesserungen gebunden. „Wenn Milliarden investiert werden, dann müssen am Ende spürbar kürzere Wartezeiten, eine bessere Versorgung im ländlichen Raum und ein einfacher Zugang zu Kassenärztinnen und Kassenärzten stehen“, fordert Gerstorfer und pocht einmal mehr auf Transparenz sowie eine starke Einbindung der Senioren- und Patientenvertretungen in die laufende Umsetzung.
Gesundheitsreformfonds als Beginn – Pflegereform muss folgen
Zugleich betont die PVÖ-Präsidentin, dass der Gesundheitsreformfonds nur ein erster Baustein sein könne: „Wir brauchen eine konsequente Fortsetzung des Reformkurses – mit einer echten Pflegereform, die Pflegegeld und mobile Dienste absichert, pflegende Angehörige entlastet und jede Form von Zwei-Klassen-Medizin verhindert.“ Die ältere Generation leiste bereits jetzt einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung des Systems, etwa durch höhere Krankenversicherungsbeiträge, und habe daher „ein Recht darauf, dass Verbesserungen in Gesundheit und Pflege rasch und spürbar ankommen“, so Gerstorfer abschließend. (Schluss)
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Unabhängiger Pensionistenverband Österreichs
Generalsekretär Christian Rösner, MSc
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