• 26.03.2026, 12:59:02
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FPÖ – Kaniak: „Ärztemangel ist hausgemacht, Regierungspolitik gefährdet die Patientenversorgung!“

Einseitige Förderung von Primärversorgungseinheiten benachteiligt klassische Hausärzte und schafft eine Schieflage im System

Wien (OTS) - 

Als „besorgniserregende Entwicklung und klares Zeichen für die massiven Probleme im Gesundheitssystem“ bezeichnete heute der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak, die aktuellen Berichte über die Situation der Hausärzte in Österreich am Beispiel eines Medienberichtes über einen Tiroler Mediziner. Dessen Schilderungen über eine extreme Arbeitsbelastung und eine wachsende Zahl an Patienten würden die zunehmende Überlastung im niedergelassenen Bereich verdeutlichen. „Der Hilferuf dieses Arztes ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für die Zustände in ganz Österreich. Die Regierung muss endlich handeln, bevor die wohnortnahe Versorgung nachhaltig geschwächt wird“, so Kaniak.

Für den FPÖ-Gesundheitssprecher sei es nicht nachvollziehbar, dass die Regierung die Verantwortung für unbesetzte Kassenstellen von sich weise, anstatt die Rahmenbedingungen für Ärzte entscheidend zu verbessern. „Anstatt die Hausärzte zu stärken, die das Fundament unserer Versorgung sind, wird ihre Arbeit durch Budget-Deckelungen und überbordende Bürokratie erschwert. Gleichzeitig werden neue Primärversorgungseinheiten, die PVEs, einseitig finanziell bevorzugt. Das führt zu einer gefährlichen Schieflage im gesamten System und die Zahl der unbesetzten Kassenstellen wird immer größer“, kritisierte Kaniak.

„Während der etablierte Hausarzt, der seine Patienten oft über Jahre kennt, bei den Honoraren limitiert wird, gibt es für die neuen Versorgungszentren keine solchen Obergrenzen. Das ist eine Politik, die bewährte Strukturen schwächt und das wichtige Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient gefährdet. Es kann nicht sein, dass man öffentlich einen Ausbau der Kassenstellen verspricht, aber die Bedingungen für den einzelnen Arzt so gestaltet, dass dieser Beruf immer unattraktiver wird“, erklärte Kaniak. Man riskiere, dass sich immer mehr engagierte Mediziner aus dem Kassensystem zurückziehen.

„Wir Freiheitliche fordern faire und leistungsgerechte Bedingungen für alle Ärzte im Kassensystem. Das bedeutet ein Ende der ungleichen Behandlung, einen spürbaren Bürokratieabbau und gezielte Förderungen für die klassische Hausarztpraxis. Eine flächendeckende und persönliche Gesundheitsversorgung für die Menschen in Österreich muss wieder oberste Priorität haben“, so Kaniak.

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