• 26.03.2026, 11:47:02
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SPÖ-Silvan: „Im Kampf gegen die Zwei-Klassen-Medizin werden alle mithelfen müssen – auch die Ärztekammer“

Immer nur „Nein“ zu sagen, werde nicht reichen

Wien (OTS) - 

„Wer will, dass unser Gesundheitssystem wieder so wird, wie es einmal war, der muss auch bereit sein, an Lösungen mitzuarbeiten – immer nur ‚Nein‘ sagen, wird nicht reichen“, reagiert SPÖ-Gesundheitssprecher Rudolf Silvan auf die Kritik der Ärztekammer in der Kronen Zeitung. ****

Von OECD bis Rechnungshof seien die Probleme im heimischen Gesundheitssystem hinlänglich belegt. „Was viele Menschen längst spüren, ist mittlerweile auch schwarz auf weiß belegt: Unser Gesundheitssystem ist in den letzten Jahren unter der Verantwortung von FPÖ, ÖVP und Grünen schlechter geworden. Längere Wartezeiten, steigende Privatkosten“, so Silvan. Der OECD-Bericht bringe diese Entwicklung mit der Formulierung „pay or wait“ auf den Punkt. Wer nicht zahlen kann, wartet lang. Silvan stellt klar: „An den Problemen im Gesundheitssystem haben nicht die Schuld, die darin arbeiten, sondern die, die es in den letzten Jahren gestaltet haben. Weder Ärzt:innen noch sonstige Gesundheitsberufe können etwas für Fehlentwicklungen, sie sind die Folge falscher politischer Entscheidungen.“

Gegen genau diese Entwicklungen richtet sich die Anstrengung der SPÖ in der Bundesregierung. Trotz des enormen Spardrucks kürzt die SPÖ keinen einzigen Cent im Gesundheitsbereich. Im Gegenteil, zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitssystems wird mehr Geld als jemals zuvor ausgegeben – 500 Millionen zusätzlich pro Jahr. Damit soll der niedergelassene Bereich, durch den Ausbau von Primärversorgungseinrichtungen etc., gestärkt werden – eben auch, um das Kassensystem attraktiver zu machen. Die SPÖ hat sich dem Kampf gegen die Zwei-Klassen-Medizin verschrieben, dazu gehöre auch, die Wartezeiten zu verkürzen. Eine jüngere Erhebung hat ergeben, dass die Wartezeiten auf einen Arzttermin auf Kassa bis zu 13 Mal länger sind als bei Wahlärzten – „ein Zustand, den wir nicht hinnehmen wollen“, so Silvan.

Der SPÖ-Gesundheitssprecher richtet daher einen Appell an die Standesvertretung: „Es werden alle mithelfen müssen, wenn das Gesundheitssystem wieder werden soll, wie es einmal war – auch die Ärztekammer. Anstehende Ärztekammerwahl hin oder her – die Reformbereitschaft der Ärztekammer muss größer werden und darf nicht länger auf einen Teelöffel passen.“

Abschließend lädt Silvan ein, sich dem Pakt gegen die Zwei-Klassen-Medizin anzuschließen. „Sagen wir gemeinsam öfter ‚Ja‘ zu Lösungen statt reflexartig ‚Nein‘ zu allem zu sagen. Gesundheit darf keine Frage des Geldes sein. Unser Ziel ist klar: E-Card statt Kreditkarte.“ (Schluss) lk/lw

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