• 26.03.2026, 10:30:32
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200 Hühner vor dem Schlachthof gerettet – Jetzt zählt jedes Zuhause

Tierschutz Austria startet Rettungsaktion: Tiere aus Bodenhaltung suchen dringend ein neues Leben

Wien/Vösendorf (OTS) - 

Für rund 200 Hühner beginnt an diesem Wochenende ein neues Kapitel: Sie werden aus der industriellen Bodenhaltung gerettet – kurz bevor sie aufgrund nachlassender Legeleistung getötet worden wären. Tierschutz Austria bringt die Hennen in Sicherheit und sucht nun dringend nach Menschen, die ihnen ein artgerechtes Zuhause bieten können.

„Diese Hühner sind keine Wegwerfprodukte. Sie haben ein Recht zu leben. Auch nach der maximalen Legeleistung.“, meint Stephan Scheidl von Tierschutz Austria. „Es gilt jetzt zusammenzuhelfen. Gemeinsam können wir neue Für-Immer-Zuhause für diese Hühner finden.“

Konkrete Hilfe für Hühner in Not – Jedes Leben zählt

Mit der Rettungsaktion setzt Tierschutz Austria ein starkes Zeichen gegen die Realität der industriellen Eierproduktion. Für die geretteten Tiere bedeutet die Befreiung die Chance auf ein Leben mit Auslauf, Tageslicht und artgerechter Haltung – oft zum ersten Mal. Gesucht werden nun dringend Menschen, die Hühner aufnehmen können. Wer Platz und Herz hat, kann sich direkt bei der Tierheimleitung melden: [email protected]

Ein System auf Verschleiß gebaut

Die Zahlen zeigen, wie groß das Problem ist: In Österreich leben rund 7,2 Millionen Legehennen, die jährlich etwa 2,3 Milliarden Eier produzieren. Mehr als die Hälfte dieser Tiere wird in Bodenhaltung gehalten – oft unter Bedingungen, die mit den Erwartungen vieler Konsument:innen wenig zu tun haben.

Dabei könnten Hühner sieben bis zehn Jahre alt werden. In der industriellen Produktion endet ihr Leben jedoch meist bereits nach 12 bis 14 Monaten. Sobald ihre Legeleistung sinkt, gelten sie als wirtschaftlich nicht mehr rentabel – und werden geschlachtet. Ihr Fleisch landet anschließend häufig als sogenanntes „Suppenhuhn“ im Handel.

„Jedes gerettete Tier zählt“

Für Tierschutz Austria ist klar: Jede einzelne Rettung ist ein Schritt in die richtige Richtung – und gleichzeitig ein Appell an Gesellschaft und Handel, das System langfristig zu verändern.

Hinweis: Ostereier-Check zeigt strukturelle Probleme
Wie weit verbreitet diese Haltungsformen sind, zeigt auch der aktuelle Ostereier-Marktcheck von Tierschutz Austria: Vier von fünf angebotenen Ostereiern stammen aus Haltungen, die grundlegende Tierwohlkriterien nicht erfüllen.

Link zur Presseaussendung: Nur jedes fünfte Ei macht den Osterhasen glücklich
Hintergrundpapier: “Wie Legehennen in Österreich gehalten werden”

Rückfragen & Kontakt

Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer
Telefon: 06763501889
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.tierschutz-austria.at/

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