• 25.03.2026, 10:02:03
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Nur jedes fünfte Ei macht den Osterhasen glücklich

Tierschutz Austria schlägt Alarm: 4 von 5 Ostereiern fallen im Tierwohl-Check durch. Große Unterschiede im Handel feststellbar

Wien/Vösendorf (OTS) - 

Bunte Eier, volle Regale – doch hinter der Osteridylle verbirgt sich eine unangenehme Wahrheit: Der Großteil der Ostereier in Österreich stammt weiterhin aus Haltungsformen, die mit echtem Tierwohl wenig zu tun haben. Das zeigt ein aktueller Marktcheck von Tierschutz Austria. Die klare Botschaft: Vier von fünf Ostereiern erfüllen nicht einmal grundlegende tierische Mindestkriterien. Dabei sind große Unterschiede im Handel feststellbar.

Für die Erhebung wurden 30 Filialen großer Handelsketten in Wien unter die Lupe genommen – darunter Billa, Spar, Hofer, Lidl und Penny sowie die Lieferdienste Alfies und Gurkerl. Insgesamt wurden 197 Produkte analysiert.

„Viele Konsument:innen glauben, sie greifen zu einem harmlosen Osterprodukt – tatsächlich kaufen sie oft Eier aus industrieller Massenhaltung. Das hat mit Tierwohl wenig zu tun“, warnt Hanna Zamernik, tierschutzpolitische Referentin und Konsument:innenschutzsprecherin von Tierschutz Austria.

Bodenhaltung dominiert – Bio bleibt selten

Das Ergebnis ist eindeutig – und ernüchternd:
Über 54 Prozent der angebotenen Eier stammen aus Bodenhaltung.
Knapp 36 Prozent aus Freilandhaltung (inkl. verbesserter Programme).
Nur rund 10 Prozent sind Bio.

„Wer genauer hinsieht, erkennt schnell: Tierwohl spielt beim Ostereier-Kauf oft nur eine Nebenrolle“, erklärt Hanna Zamernik, tierschutzpolitische Referentin von Tierschutz Austria.

Zwar zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr eine leichte Verbesserung – doch von einem echten Wandel kann keine Rede sein. Bio bleibt die Ausnahme, Bodenhaltung der Standard.

Tausende Tiere auf engstem Raum

Besonders kritisch sieht Tierschutz Austria die Bedingungen in der Bodenhaltung:
Bis zu 24.000 Hühner können in einer einzigen Stalleinheit gehalten werden – ohne regelmäßigen Auslauf ins Freie.

„Das entspricht weder einer tierwohlverbesserten Haltung noch den Erwartungen vieler Konsument:innen“, so Zamernik.

„Tierfreunde greifen anders ins Regal“

Für Tierschutz Austria ist klar: Nicht nur Konsument:innen, sondern vor allem der Handel steht in der Pflicht.

„Wer Tierwohl ernst nimmt, darf Bodenhaltung nicht weiter zum Standard machen. Der Handel muss sein Angebot konsequent in Richtung Freiland und vor allem Bio ausbauen“, fordert Zamernik.

Osterappell: Bewusst entscheiden

Gerade zu Ostern, wenn Millionen Eier verkauft werden, sei ein Umdenken dringend nötig. Jährlich werden allein in Österreich rund 60 Millionen Ostereier produziert und verkauft.

Tipps:

Konkrete Hilfe für Hühner in Not – Jedes Leben zählt

Dieses Wochenende setzt Tierschutz Austria auch ein direktes Zeichen: Rund 200 Hühner werden aus der Bodenhaltung gerettet und in Sicherheit gebracht. Für diese Tiere beginnt damit die Chance auf ein neues, artgerechtes Leben. Gesucht werden nun dringend Menschen, die den Hühnern ein gutes Zuhause bieten können. Wer Platz und Herz hat, kann sich direkt bei der Tierheimleitung melden: [email protected].
Mit eurer Unterstützung können wir vielleicht sogar mehr Tiere retten.

Rückfragen & Kontakt

Tierschutz Austria
Mag. Martin Aschauer
Telefon: 06763501889
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.tierschutz-austria.at/

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