• 25.03.2026, 10:10:32
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2025: 16 Prozent Anstieg bei Post-Schlichtungen und plus vier Prozent bei Post-Empfangsbeschwerden, Tendenz weiter steigend

RTR veröffentlicht Jahresbericht der Schlichtungsstellen - Zustellprobleme: kein Besserung in Sicht

Wien (OTS) - 

„Insgesamt 631 Postschlichtungsverfahren wurden bei der Schlichtungsstelle 2025 eingebracht, das sind um 16 Prozent mehr als im Jahr davor. Die mit 433 meisten Verfahren entfielen, wie in den Vorjahren, auf die Österreichische Post. Negativer Spitzenreiter war Hermes mit einem Anstieg von 250 Prozent auf insgesamt 109 Verfahren. Auf DPD, GLS und UPS entfielen jeweils weniger als 30 Verfahren“, gibt Dr. Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, Zahlen aus dem aktuellen RTR-Jahresbericht der Schlichtungsstellen bekannt. Auch in der Schlichtung wirkt sich der Rückgang im Briefbereich aus: Der überwiegende Anteil der Verfahren (477) ist der Kategorie „Paket“ zuzurechnen, 100 Verfahren der Kategorie „Brief“.

91 Prozent der Schlichtungsverfahren wurden innerhalb von 90 Tagen abgeschlossen. Zum dritten Mal in Folge verbesserte sich die Einigungsquote bei der Österreichischen Post und lag für 2025 bei 74 Prozent, DPD hatte im Berichtsjahr als einziges Unternehmen eine Einigungsquote von 100 Prozent.

Zustellprobleme: kein Besserung in Sicht

Das Portal für Postempfangsbeschwerden bietet Empfänger:innen von Postsendungen die Möglichkeit, ihren Ärger bei Problemen mit einem Postdiensteanbieter loszuwerden. „Wir wiederum können durch die Meldungen, Problembereiche identifizieren und den Postdiensteanbietern strukturiertes Feedback geben. Indirekt wird damit oftmals die Situation auf der ‚Empfangsebene‘ verbessert. Im Berichtsjahr verzeichneten wir 8.540 Postempfangsbeschwerden, um vier Prozent mehr als im Vorjahr, da kann man schon einiges herauslesen“, führt Steinmaurer aus. Die drei häufigsten Kritikpunkte waren, dass nicht angeläutet wurde, dass die Postsendung direkt im Abholshop landete und dass trotz Anwesenheit am Zustellort keine Benachrichtigung erfolgte.

„Die rechtliche Position der Empfänger ist seit jeher höchst unbefriedigend. Bei einer Novellierung des Postmarktgesetzes bringen wir gerne unsere Expertise ein. Dass ein Bedarf ganz offensichtlich vorhanden ist, unterstreicht die aktuelle Entwicklung: Wir haben seit Jänner bereits mehr als 1.900 Postempfangsbeschwerden und 225 Schlichtungsanträge registriert“ , so Steinmaurer abschließend.

Der Jahresbericht der Schlichtungsstellen, der einen Überblick zur Schlichtungstätigkeit in den Bereichen Medien, Post und Telekommunikation gibt, ist auf der RTR Website unter https://www.rtr.at/schlichtungsbericht-2025 abrufbar.

Über die RTR

Die „Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH“ (RTR) steht zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes. Ihre Kernaufgaben sind die Förderung des Wettbewerbs auf dem Telekommunikations-, Post- und Medienmarkt sowie die Erreichung der im KommAustria- und Telekommunikationsgesetz definierten Ziele. Sie wird von zwei Geschäftsführern geleitet und ist in die beiden Fachbereiche „Telekommunikation und Post“ (Klaus M. Steinmaurer) sowie „Medien“ (Wolfgang Struber) gegliedert. Als Geschäftsstelle unterstützt sie die Telekom-Control-Kommission (TKK), die Post-Control-Kommission (PCK) sowie die Kommunikationsbehörde Austria (KommAustria). Weitere Informationen sind unter www.rtr.at veröffentlicht.

Rückfragen & Kontakt

Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH)
MMag. Daniela Andreasch
Pressesprecherin Fachbereich Telekommunikation und Post
Telefon: 0158058401
E-Mail: [email protected]

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