- 25.03.2026, 08:01:09
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Greenpeace zu Asbestskandal: Bundesregierung muss dringend einschreiten
Falter-Recherche und neueste Greenpeace-Enthüllungen offenbaren jahrzehntelanges Behördenversagen – Bundesregierung muss für bundesweiten Schutz und Aufklärung sorgen
Eine aktuelle Falter-Recherche sowie die neuesten Greenpeace-Enthüllungen offenbaren ein jahrzehntelanges Behördenversagen in der Causa Asbest. Zudem zeigt sich, dass inzwischen nicht nur das Burgenland, sondern auch Niederösterreich, die Steiermark und sogar Ungarn betroffen sind. Die Reaktionen auf die Enthüllungen könnten jedoch nicht unterschiedlicher sein. Während Niederösterreich präventiv handelt, betroffene Plätze sperrt und belastetes Material abtransportieren lässt, wird die Asbestgefahr im Burgenland und in der Steiermark kleingeredet. Dieser unterschiedliche Umgang mit der Asbestgefahr ist inakzeptabel. Die betroffene Bevölkerung verdient in ganz Österreich denselben Schutz. Daher muss die Bundesregierung dringend einschreiten.
Herwig Schuster, Umweltchemiker bei Greenpeace Österreich: „Wir können nicht zulassen, dass der Schutz vor Asbest davon abhängt, in welchem Bundesland man lebt. Die Bundesregierung muss dringend einschreiten, für einen umfassenden Schutz in allen Bundesländern und eine vollständige Aufklärung sorgen.“
Wie der Falter in der heutigen Ausgabe berichtet, wurde die Asbestproblematik im Burgenland über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, mutmaßlich bewusst ignoriert oder kleingeredet. Auch eine Vertuschung steht im Raum. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht das Arbeitsinspektorat. Die zuständige Ministerin Schumann muss dafür sorgen, dass der Fall restlos und transparent aufgeklärt wird.
Greenpeace fordert daher von der österreichischen Bundesregierung:
- Bundesweite Koordination & finanzielle Hilfe: Lückenlose Erhebung aller belasteten Standorte, gesicherte und wirtschaftlich verträgliche Entsorgungsmöglichkeiten sowie einen Katastrophenfonds für betroffene Privatpersonen und Klein- und Mittelbetriebe – analog zu den COVID-Hilfen.
- Gesetzliche Klarstellung: Das Inverkehrbringen asbesthaltiger Materialien aus Steinbrüchen muss im Chemikalienrecht klar verboten werden. Minister Totschnig muss sich für ein derartiges EU-weites Verbot einsetzen.
- Luftgrenzwert für Asbest: Österreich braucht dringend einen gesetzlichen Richtwert von maximal 500 Fasern pro Kubikmeter in der Außenluft – mit strengeren Werten für sensible Bereiche wie Schulen, Krankenhäuser und Sportanlagen. Wird der Wert überschritten, müssen die Asbestquellen gesucht und saniert werden.
- Gesundheitsmonitoring: Für betroffene Menschen muss ein freiwilliges Gesundheitsmonitoring angeboten werden. Das betrifft zum Beispiel Anrainer:innen der vier betroffenen Steinbrüche, Bauarbeiter:innen sowie Landwirt:innen.
Forderungskatalog an die Bundesregierung: https://bit.ly/4rVqrXA
Bildmaterial: https://act.gp/41n7YIt
Unter Angabe der Credits © Greenpeace stehen die Fotos kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Übersichtskarte mit Asbestfunden und Laborergebnissen: https://act.gp/Asbestbelastung-Karte
Rückfragen & Kontakt
Herwig Schuster
Umweltchemiker
Greenpeace Österreich
Telefon: +43 664 4319214
E-Mail: [email protected]
Annette Stolz
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