- 24.03.2026, 09:01:35
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SPÖ-Sidl fordert mehr Vorsicht bei gentechnisch veränderten Mikroorganismen
EU-Abgeordneter setzt sich für strenge Regeln und sorgfältige Prüfverfahren zum Schutz unserer Lebensgrundlagen ein
In einer gemeinsamen Sitzung des Umweltausschusses sowie des Ausschusses für Gesundheit wird heute der Vorschlag der Europäische Kommission zur Lockerung der Regeln für die Freisetzung gentechnisch veränderter Mikroorganismen in die Umwelt erstmals im Europäischen Parlament präsentiert und diskutiert. Ziel des Vorschlags ist es, bestehende Vorschriften zu vereinfachen und Zulassungsverfahren zu beschleunigen. Dadurch könnten gentechnisch veränderte Mikroorganismen leichter in die Natur ausgebracht werden und sich auch dauerhaft in den Ökosystemen festsetzen. Für den SPÖ-EU-Abgeordneten und umweltpolitischen Sprecher Günther Sidl geht dieser Vorschlag in die falsche Richtung: „Die EU-Kommission arbeitet hier nach dem Prinzip ‚Es wird schon nichts passieren‘. Aber das reicht einfach nicht, wenn es um unsere Lebensgrundlagen geht. Da muss das Vorsorgeprinzip immer Vorrang haben und das geht nur mit strengen Regeln und sorgfältigen Prüfverfahren!", so Sidl. ****
Auch wenn solche Mikroorganismen positive Effekte haben können, besteht das Risiko unerwünschter oder sogar schädlicher Auswirkungen wie etwa die Verdrängung natürlicher Mikroorganismen. „Innovation ist wichtig. Aber wenn es um das natürliche Gleichgewicht geht, dürfen wir solche Fragen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Genau deshalb hat die EU über Jahrzehnte Schutzstandards entwickelt, die jetzt nicht einfach aufgeschnürt werden dürfen", so Sidl weiter. (Schluss) ls
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