• 14.03.2026, 08:29:32
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WB-Graf: EU-Lohntransparenzrichtlinie darf nicht zur Bürokratiefalle für Betriebe werden

Wien (OTS) - 

Wirtschaftsbund-Generalsekretärin Tanja Graf warnt vor neuen bürokratischen Belastungen für heimische Unternehmen durch die geplante Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie in Österreich. Entscheidend ist, dass es zu keiner nationalen Übererfüllung der europäischen Vorgaben kommt.

„Diese Richtlinie darf nicht zur nächsten Bürokratiewelle für unsere Betriebe werden. Unsere Unternehmen kämpfen bereits mit hohen Kosten und wachsender Bürokratie. Zusätzliche Berichtspflichten und Dokumentationsauflagen wären völlig kontraproduktiv“, betont Graf.

Betriebe brauchen Entlastung statt neuer Auflagen
Österreich muss klar darauf achten, kein Gold-Plating zu betreiben. Gleichzeitig verweist Graf darauf, dass Österreich bereits über ein funktionierendes System bei Entgeltregelungen verfügt. „Rund 98 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind durch Kollektivverträge erfasst. Diese sorgen für transparente und geschlechtsneutrale Entlohnungssysteme. Dieses bewährte Modell darf nicht durch zusätzliche EU-Bürokratie untergraben werden.“

Neue verpflichtende Vorgaben würden Unternehmen hingegen mit erheblichem Verwaltungsaufwand belasten. „Wenn zusätzliche Berichtspflichten oder komplizierte Bewertungsverfahren eingeführt werden, trifft das vor allem kleine und mittlere Betriebe. Genau sie halten unseren Standort am Laufen und dürfen nicht mit noch mehr Bürokratie belastet werden“, so Graf.

Der Wirtschaftsbund unterstützt selbstverständlich das Ziel, Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern weiter zu reduzieren. „Gleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit sollte selbstverständlich sein – aber Gleichstellung entsteht nicht in Bürokratieordnern für Betriebe. Entscheidend sind strukturelle Maßnahmen, wie der Ausbau der Kinderbetreuung, damit Vollzeitbeschäftigung tatsächlich für alle möglich wird. Mehr Bürokratie bringt keine einzige Frau schneller in eine bessere Position.“

„Eine nationale Übererfüllung der EU-Vorgaben wäre ein klarer Wettbewerbsnachteil für Österreich. Mehr Bürokratie schafft keine Gleichstellung. Unsere Betriebe dürfen nicht für zusätzliche Bürokratie aus Brüssel zum Handkuss kommen. Daher muss klar gelten: kein Gold-Plating und keine neuen Belastungen für Unternehmen“, so Graf abschließend.

Rückfragen & Kontakt

Wirtschaftsbund Österreich
Nadja Jilly, MA
Telefon: +431505479624
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.wirtschaftsbund.at/

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