- 11.03.2026, 14:00:33
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Aktualisiertes Sicherheitsupdate des Außenministeriums zur aktuellen Situation im Nahen Osten (11. März 2026, Stand 14:00 Uhr)
Die oberste Priorität des BMEIA ist die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher. Der Krisenstab im Außenministerium tagt daher täglich seit 28. Februar, bewertet die Lage laufend und prüft verfügbare Ausreisemöglichkeiten und notwendige Sicherheitsmaßnahmen. Die Lage bleibt in der gesamten Region gefährlich.
1. Sicherheitslage
In der gesamten Region kommt es weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffen. Wir empfehlen dringend, Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu befolgen.
Für folgende Länder besteht weiterhin eine Reisewarnung: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien, Vereinigte Arabische Emirate. Für Oman und Saudi-Arabien gilt Sicherheitsstufe 3 (hohes Sicherheitsrisiko).
2. Ausreisesituation
Es gibt mittlerweile vermehrt Linienflüge nach Österreich und Europa. So sind z.B. täglich Flüge von Dubai nach Wien mit Emirates vorgesehen. Qatar Airways hat den Flugverkehr in einige europäische Hauptstädte wieder aufgenommen. Betroffene Personen werden aufgerufen, ihre Reiseveranstalter oder Fluglinien zu kontaktieren.
3. Unterstützte Ausreisen
Aufgrund des vermehrten Angebots an Linienflügen geht der Bedarf an Unterstützung bei der Ausreise durch das Außenministerium stetig zurück.
- Dem #TeamBMEIA ist es gelungen, mehr als 1.300 Ausreisen mit Bussen und gecharterten Flugzeugen zu unterstützen.
- Insgesamt hat das Außenministerium vier Rückholflüge organisiert, um insbesondere Menschen mit besonderen Bedürfnissen (darunter Schwangere, Familien mit kleinen Kindern und kranke Personen) eine rasche Ausreise zu ermöglichen. Wir haben über 800 Personen mit gecharterten Flugzeugen aus dem Oman, aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgeholt.
- Über 120 Österreicherinnen und Österreicher sowie Angehörige konnten mit Unterstützung von EU-Ländern und weiteren Partnern (wie der AUA und der OMV) ausreisen.
- Im europäischen Vergleich gehörte Österreich zu den ersten Ländern, die unterstützte Ausreisen mit Bussen und Flugzeugen (gemeinsam mit Partnern) für Österreicherinnen und Österreicher anbieten konnten. Österreich war das erste Land, das eine unterstützte Ausreise mit einem Flieger der AUA am 1.3. aus dem Oman für Menschen mit besonderen Bedürfnissen organisierte. Auch das Angebot unterstützter Busreisen aus Katar nach Saudi-Arabien und eines Evakuierungsflugs aus Saudi-Arabien wurde unter den europäischen Partnern von Österreich als erstem Land organisiert.
- Insgesamt haben die Botschaften in der Region sowie das Bürgerservice des Außenministeriums in 130 Aussendungen alle registrierten Österreicherinnen und Österreicher in der Region über die Sicherheitssituation sowie Ausreisemöglichkeiten für Österreicherinnen und Österreicher informiert sowie rund 5.650 Österreicherinnen und Österreicher individuell betreut.
- Die Botschaften haben auch Österreicherinnen und Österreicher mit besonderen Bedürfnissen wiez.B. einen krebskranken österreichischen Staatsbürger oder einen Österreicher mit Trümmerbruch betreut.
Die Unterstützung bei der Ausreise ist dank des großen Einsatzes unserer Botschaften vor Ort, der Unterstützung durch das Jagdkommando des BMLV und das BMI sowie unserer europäischen Partner möglich.
Die Unterstützung des Außenministeriums zeigt Wirkung. Der Trend setzt sich fort, dass die Zahl der Registrierungen täglich deutlich zurückgeht. Die Zahl der individuellen Ausreisen wird allerdings erst nach der Deregistrierung in den Systemen sichtbar. Alle Personen, die das Krisengebiet bereits verlassen haben, sollen sich bitte ehestmöglich aus der Reiseregistrierung austragen.
4. Betreuung und Erreichbarkeit
Auch weiterhin steht #TeamBMEIA mit seinem rot-weiß-roten Sicherheitsnetz, symbolisiert durch die rot-weiß-roten Krisenjacken, mit den registrierten österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in der Region in Kontakt. Wir rufen alle dazu auf, sich auf reiseregistrierung.at zu registrieren, regelmäßig die Medien zu verfolgen und sich auf www.bmeia.gv.at zu informieren.
Das Außenministerium koordiniert sich auch weiterhin eng mit europäischen Partnern zur bestmöglichen Unterstützung unserer Bürgerinnen und Bürger und steht rund um die Uhr über die Notfallnummer +43 1 90115 4411 zur Verfügung.
Vereinzelt melden sich noch österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bei uns, bei denen es offenbar Schwierigkeiten in der direkten Kontaktaufnahme gibt. Wir gehen all diesen Hinweisen umgehend nach und kümmern uns selbstverständlich um diese Einzelfälle. Es ist uns ein Anliegen, alle österreichischen Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und ihre rasche Ausreise zu ermöglichen.
Erreichbarkeiten der Botschaften:
Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 bzw. (+971) 50 85 90 441
Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 bzw. (+972) 53 643 2738
Österreichische Botschaft Beirut: (+961) 39 59 765
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
BMEIA Presseabteilung
Telefon: +43(0)501150-3320
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.bmeia.gv.at
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