- 09.03.2026, 07:49:32
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FPÖ – Schnedlitz: „Epsteins langer Arm in Österreich: Trotz Kenntnis staatsnaher Verstrickungen wird nicht gehandelt!“
Harvard suspendiert Nowak, Faßmanns Österreichische Akademie der Wissenschaften – ein enges Beratergremium der Bundesregierung – schaut seit einem Monat weg und verharmlost
Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) – eine Institution, die jährlich mit hunderten Millionen Euro an Steuergeld finanziert wird, als enges Beratergremium der Bundesregierung dient und unter der Ägide von Ex-ÖVP-Minister Heinz Faßmann steht – dient als Unterschlupf für Epsteins engere Weggefährten. Während die Harvard University längst die Reißleine gezogen und den österreichischen Wissenschaftler und engen Epstein-Vertrauten Martin Nowak suspendiert hat, herrscht in Wien das große Schweigen. Man hat bis dato angeblich lediglich ein Ethikkomitee damit beauftragt, die Mitgliedschaft Nowaks in der Akademie der Wissenschaften zu prüfen. Seit diesem Ansinnen ist jedoch ein Monat vergangen und nun wird öffentlich, dass seit einem Monat nichts passiert, obwohl auch die ÖAW bereits am 11. Februar nachweislich von den neuen Vorwürfen gegen ihr Mitglied Nowak erfahren hat. Für FPÖ-Generalsekretär NAbg. Michael Schnedlitz ist das inakzeptabel: „Dass ausgerechnet die höchste wissenschaftliche Institution dieses Landes zur Schutzzone für einen Mann wird, der engste Kontakte zu Jeffrey Epstein, einem Sexualstraftäter und Menschenhändler, gepflegt hat, ist skandalös. Während in den USA durchgegriffen wird, spielt man offenbar Wien auf Zeit und das, obwohl es um Korruption und schwerste Verbrechen gegen Menschen geht und die ÖAW sogar ein enges Beratungsgremium der Bundesregierung ist! Hier muss man sich die Frage stellen, ob hier bewusst nichts unternommen wird und warum die Bundesregierung hier nicht von sich aus tätig wird.“
Hintergrund ist die tiefe Verstrickung Nowaks in das System Epstein. Nowak, der Epstein sogar nach dessen Verurteilung ein Büro in Harvard verschaffte und im Testament des Pedokriminellen und Milliardärs mit Millionen bedacht wurde, pflegte offensichtlich bis zuletzt engste Kontakte. E-Mails belegen Reisen Nowaks auf Epsteins Insel, Danksagungen an Epsteins Komplizin Ghislaine Maxwell, in denen er wörtlich davon spricht, dass er froh sei, niemanden umgebracht zu haben, Geschenke, Austausch über Studentinnen und Treffen in Wien. Aus den E-Mails ergibt sich auch, dass Corina Tarnita, damals im Umfeld von Martin Nowaks Harvard-Programm, Epsteins Mitarbeitern Bankdaten für Überweisungen übermittelte. In einer weiteren Mail fragt Epsteins Assistentin Nowak nach dem „Namen der Universität in Rumänien, von der Sie die Leute hatten“. Nowak leitet die Frage an Tarnita weiter. Sie antwortet, die beiden Studentinnen („two girls“) seien von der Universität Iași. Tarnita erklärt dazu, der mutmaßliche Menschenhändler Epstein habe anonym „frühe Karrieren von Frauen in Mathematik“ fördern wollen und sie gebeten, bei einer solchen Unterstützung in Rumänien zu helfen.
„Mittendrin ein Mitglied der Akademie, die die österreichische Bundesregierung berät und Millionen österreichisches Steuergeld erhält – und seit einem Monat passiert nichts“, ärgert sich FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz, der offenlegt, dass ‚Austria First‘ bereits am 11.2. bei der ÖAW hinsichtlich der schiefen Optik und der engen Beziehungen Nowaks zu Epstein angefragt und die Akademie Nowak sogar indirekt verteidigt hatte. „Die Akademie hat das Verfahren in Harvard gegen Nowak vor einigen Jahren sehr genau beobachtet und zur Kenntnis genommen, dass die Universität ihn weiter beschäftigte“, so unter anderem die Antwort und der Verweis darauf, dass sich ein Ethikkomitee der ÖAW ohnehin mit dem Fall befasst. Seither ist ein Monat lang nichts passiert.
„Wir reden hier nicht von einem flüchtigen Bekannten. Wir reden von einem Mann, der Epstein hofiert hat und tief in seine Netzwerke verstrickt war. Es gibt auch Vorwürfe, dass Epstein Forschungen und die Arbeit von Nowak beeinflusst hätte. Dass Nowak trotz dieser bekannten Umstände noch immer Mitglied der ÖAW ist und die Akademie auf kritische Anfragen bereits im Februar seine weiterhin bestehende Mitgliedschaft mit der bestehenden Anstellung in Harvard begründete und trotz besseren Wissens auch jetzt noch an ihm festhält, ist eigentlich unglaublich“, kritisierte Schnedlitz.
Die ÖAW, die in der Causa Nowak offenbar mauert, wurde erst von der vorangegangenen Regierung mit einer Budgeterhöhung von 28 Prozent auf über 500 Millionen Euro bedacht. „Mit Steuergeld wird hier eine teilstaatliche Organisation finanziert, die es offenbar nicht für nötig hält, sich von den Helfershelfern eines Menschenhandelsrings, Pedo-Kriminellen und Korruptionisten sofort und unmissverständlich zu trennen. Die ÖAW muss hier unverzüglich Stellung beziehen und durchgreifen, so wie es Harvard nun längst getan hat, sonst richtet sie massiven Schaden am Vertrauen in öffentliche Institutionen an“, so der FPÖ-Generalsekretär, der auch die Bundesregierung hier in der Pflicht sieht, gegenüber ihrem Beratergremium sofort tätig zu werden.
Die FPÖ verlangt nun endlich die Einrichtung einer Sondereinheit der Justiz, analog zum Vorgehen in Frankreich, um die Epstein-Akten auf Österreich-Bezüge zu prüfen. Bislang seien die Ermittlungen ausschließlich Medien überlassen worden, während die Justizministerin untätig bleibe. „Warum schlafen die Behörden? Warum wurden die Akten vom US-Justizministerium noch nicht angefordert? Es drängt sich der Verdacht auf, dass hier bewusst weggeschaut wird, weil die Spuren womöglich bis in höchste diplomatische und politische Kreise unseres Landes führen. Warum ist die Bundesregierung auf Tauchstation? Nowak ist vermutlich nur die Spitze des Eisbergs. Wir wissen aus den Akten, dass Epstein in Österreich bestens vernetzt war. Wer hat ihn gedeckt? Wer hat profitiert? Und in welche österreichischen Institutionen und Kanäle reicht der Arm von Epstein noch hinein?“, fragte Schnedlitz abschließend, der auch parlamentarische Schritte veranlassen will und ankündigte, sich der Sache anzunehmen, wie bereits in der Causa rund um den Porno-Botschafter-Skandal im BMEIA, und auch in diesem Fall die Recherche aufzunehmen: „Auch dort hat man versucht, schönzureden, auszusitzen und zu vertuschen. Das ist im BMEIA-Botschafter-Skandal nicht gelungen und wird rund um Epstein erst recht nicht gelingen.“
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