• 06.03.2026, 11:58:34
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UGÖD-Frauen zum Weltfrauentag: Kopftuchverbot – ein Lehrstück des Patriarchats

Die UGÖD-Frauen wenden sich entschieden gegen das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren in Schulen

Wien (OTS) - 

Claudia Astner und Marion Polaschek, die beiden Frauenreferentinnen der Unabhängigen Gewerkschafter:innen im öffentlichen Dienst stellen betroffen fest: „Ein komplexes Problem wird auf ein einziges weibliches Symbol reduziert – mit Folgen für jene, die ohnehin am wenigsten Macht haben. Das Kopftuch ist sicher nicht das drängendste Problem unseres Bildungssystems. Wir brauchen Maßnahmen, die stärken statt stigmatisieren.“

Symbolpolitik auf dem Rücken von Mädchen

- Integration, Bildungsgerechtigkeit und soziale Teilhabe werden auf Kleidervorschriften verkürzt.
- Mädchen werden zum Puffer zwischen gesellschaftlichem und familiärem Druck – Konflikte werden verschärft, nicht gelöst.
Marion Polaschek: „Wer Integration ernst meint, setzt auf Ressourcen, Vertrauensaufbau und Teilhabe – nicht auf Pauschalverbote.“

Stimme aus der Praxis

- Pädagog:innen sind Vertrauenspersonen, keine Sanktionsinstanzen. Sanktionen und Meldepflichten untergraben pädagogische Beziehungen.
- Schule muss ein Ort der Rechte und des Dialogs bleiben, nicht der Ausgrenzung.
Claudia Astner:„Unsere Kolleg:innen brauchen Rückendeckung gegen Diskriminierung – und Spielräume für sensible Einzelfalllösungen.“

Patriarchat statt Empowerment

- Die Regelung ersetzt ein Herrschaftsverhältnis durch ein anderes: aus familiärer Kontrolle wird staatliche Kontrolle über Körper und Kleidung.
- Mädchen werden in beschämende Situationen gebracht und faktisch zu Regelbrecherinnen gestempelt; Pädagog:innen zu reinen Durchsetzer:innen ohne Ermessensspielraum.
Marion Polaschek: „Ein Herr im Haus wird durch einen anderen ersetzt. Das widerspricht Selbstbestimmung und Gleichbehandlung.“

Unsere Kernforderungen

- Rücknahme des pauschalen Kopftuchverbots für Mädchen unter 14.
- Stärkung von Empowerment, Sozial- und Elternarbeit sowie Community-Dialogen statt Symbolpolitik.
- Schutz von Freiheitsrechten und pädagogischer Professionalität: Religionsfreiheit, Gleichbehandlung, Ermessensspielräume; verpflichtende Anti-Diskriminierungs-Trainings.
Abschließend meint Marion Polaschek: „Wir stehen am Frauenkampftag an der Seite jener, deren Stimmen am seltensten gehört werden.“ Und Claudia Astner ergänzt: „Wir geben den schwächsten weiblichen Teilen der Gesellschaft bewusst unsere Stimme – als UGÖD-Frauen, als Pädagog:innen, als Kolleg:innen.

Rückfragen & Kontakt

Dr. Stefan Schön
Telefon: +43069911240984
E-Mail: [email protected]
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