- 03.03.2026, 10:59:02
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Caritas und Doris Schmidauer machen zum Weltfrauentag auf Benachteiligung und hohe Armutsgefährdung von Frauen aufmerksam.
Schwertner: „Frauenarmut und Gewalt an Frauen keine Randthemen, gehören auch von Männern benannt.“ 143.000 Frauen massiv armutsbetroffen. Mutbotschaften und Mutpat*innen gesucht.
„Armut hat in Österreich viele Gesichter – und viel zu oft ist es ein weibliches Gesicht. Das sehen wir in Armutszahlen genauso wie in unserer täglichen Arbeit in den Beratungsstellen und Caritas Häusern“, so Caritasdirektor Klaus Schwertner im Vorfeld des Weltfrauentags. Gemeinsam mit Doris Schmidauer macht die Caritas nachdrücklich auf die Not vieler Frauen in Österreich aufmerksam, bittet um Spenden und ruft zu Mutbotschaften auf. Mut machen möchte auch Doris Schmidauer, die im Vorfeld des Weltfrauentages das Mutter-Kind-Haus Luise der Caritas in Wien besuchte: „Ich möchte alle Frauen, die sich in Notlagen befinden, die verzweifelt sind und nicht wissen, wie sie über die Runden kommen, ermutigen, sich Hilfe zu holen. Denn dieser erste Schritt ist ein mutiger Schritt. In Caritaseinrichtungen für Frauen in Not habe ich bereits viele mutige Frauen kennengelernt, die mit Unterstützung wieder ein eigenständiges Leben beginnen konnten. Das wünsche ich allen Frauen.“
Laut Statistik Austria sind 143.000 Frauen in Österreich massiv armutsbetroffen. Schwertner: „Gleichberechtigung ist kein Frauenthema, sie ist eine Frage der Gerechtigkeit und betrifft uns alle. Solange Frauen viel zu oft von Gewalt und Belästigung betroffen sind, ein höheres Armutsrisiko haben, seltener Führungspositionen innehaben, mehr unbezahlte Carearbeit leisten, weniger verdienen und einen höheren Mental Load tragen müssen, haben wir als Gesellschaft noch viel zu tun.“
20.000 Frauen jährlich in Wien unterstützt – Caritas fordert politische Schritte
Alleine in Wien unterstützt die Caritas jährlich mehr als 20.000 Frauen in unterschiedlichen Einrichtungen - von Sozialberatungsstellen über Wohnhäuser für wohnungslose Frauen und Mutter-Kind-Häuser, bis hin zu Mädchenzentren. Schwertner: „Frauen geraten aus unterschiedlichsten Gründen in finanzielle Notsituationen: Aufgrund einer Trennung, einem Jobverlust oder weil sie Gewalt in der Beziehung erlebt haben. Hier braucht es rasche und gezielte Unterstützung, damit sie ihr Leben wieder eigenständig und mit Zuversicht gestalten können. Aber klar ist: Es braucht dringend politische Schritte, um Frauen zu stärken und echte Gleichberechtigung voranzutreiben.“
Um Frauen langfristig zu stärken, fordert die Caritas daher einen österreichweit flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung, ein Kinderbetreuungsgeld, das echte „Halbe-Halbe“-Modelle ermöglicht und absichert, eine Unterhaltsgarantie, die Frauen und Kinder effektiv schützt, ausreichende Bezahlung und Arbeitszeitmodelle, die Vereinbarkeit ermöglichen, eine faire Anrechnung von Care-Arbeit auf die Pension und wirksame Maßnahmen gegen Altersarmut sowie eine Reform der Sozialhilfe auf ein armutsfestes Niveau. Schwertner: „Wir alle müssen aufmerksam bleiben, wo Frauen benachteiligt oder abgewertet werden, oder sogar Gewalt erfahren. Hier sind auch Männer gefragt, endlich ihre Stimme zu erheben und sich nicht in Ausreden und Relativierungen flüchten. Und es braucht die Bereitschaft, Verantwortung gerecht zu teilen – im Beruf, in der Familie und in der Kinderbetreuung.“
Mutbotschaften zum Weltfrauentag: Caritas sucht Mutpat*innen und sammelt Sachspenden
Anlässlich des Weltfrauentags lädt die Caritas am 4. März von 13 bis 16 Uhr zu einer Mitmach-Aktion auf der Wiener Mariahilfer Straße 47 ein. Eine Telefonzelle wird dabei zu einem Ort der Ermutigung: Passant*innen können Mutbotschaften verfassen, die anschließend an Frauen in Einrichtungen der Caritas sowie über Soziale Medien weitergegeben werden. Jede Botschaft vermittelt: Frauen in Not sind nicht allein – Frauen sind mutig. Unter wirhelfen.shop/mut-patin kann jede und jeder zudem Mutpat*in werden: Mit einer Spende von 25 Euro wird ein sicherer Schlafplatz für eine Frau finanziert. Jede Spende zählt und unterstützt Frauen in Not.
Auch Sachspenden werden dringend gebraucht, um Frauen in Not zu unterstützen. Abgegeben werden können Hygieneartikel, Wohlfühlprodukte und Gutscheine am 4.3 zwischen 13 und 16 Uhr auf der Mariahilfer Straße 47 sowie danach auch in ausgewählten Caritaseinrichtungen. Alle Informationen zur Sammlung: füreinand.at
Rise! 2.000 Frauen singen für Gleichberechtigung und Solidarität.
Am Weltfrauentag wird die Wiener Staatsoper durch die Veranstaltung "RISE! – Women's Voices for Change" zur Bühne für weibliche Stärke und Zusammenhalt. Auf Initiative des Vereins MADITA erheben 2.000 Frauen ihre Stimmen, unter der musikalischen Leitung von Musikerinnen aus unterschiedlichen Genres, u.a. mit Star-Geigerin Lidia Baich, Popsängerin Christina Stürmer, Staatsopern-Ensemblemitglied Ilia Staple, der kanadischen Singer-Songwriterin Rachelle Jeanty, der iranischen Sängerin Vazista und vielen weiteren Frauen. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft, das Event wird am 8. März ab 11:15 Uhr live auf ORF III übertragen.
Der Reinerlös kommt Caritaseinrichtungen zugute, die Frauen und Mädchen direkt unterstützen: Sozialberatungsstellen, Mutter-Kind-Häuser und *peppa Mädchenzentrum. Dafür wurde ein RISE-Fond eingerichtet, der über das Event hinaus bestehen bleibt und Frauen, Alleinerziehenden und jungen Mädchen in schwierigen Lebenslagen akute Hilfe bietet.
Rückfragen & Kontakt
Michaela Ritter
Pressesprecherin
Caritas der Erzdiözese Wien
0676/4634932
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