- 03.03.2026, 09:15:03
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Caritas zum Krieg im Nahen Osten: Spirale der Gewalt stoppen, Diplomatie stärken und humanitäre Hilfe ausbauen
Eskalation verschärft humanitäre Notlage – Caritas fordert politischen Einsatz und mehr Unterstützung für die Region
Eskalierende Kampfhandlungen im Nahen Osten verschärfen die humanitäre Lage dramatisch und treffen vor allem die Zivilbevölkerung. Mit der Ausweitung der Gewalt auf weitere Länder der Region geraten Millionen Menschen zunehmend in akute Not. Flucht, Angst und massive Versorgungsengpässe drohen zum Alltag zu werden.
„Ohne Diplomatie gibt es keinen Schutz für die Menschen vor Ort“, betont Alexander Bodmann, Vizepräsident der Caritas Österreich. „Österreich und die Europäische Union müssen jetzt alle diplomatischen Möglichkeiten nutzen, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Nur wenn die Waffen schweigen, kann humanitäre Hilfe sicher geleistet und ausgeweitet werden.“
Humanitäre Hilfe braucht politischen Rückhalt
Während der Zugang zum Iran derzeit stark eingeschränkt ist, sind die Auswirkungen der Krise in der gesamten Region deutlich spürbar. Im Libanon sind Hunderttausende Menschen auf der Flucht, viele Schulen wurden geschlossen und dienen als Notunterkünfte für geflüchtete Familien. Die Caritas und ihre Partnerorganisationen leisten vor Ort lebenswichtige Nothilfe – von der Evakuierung gefährdeter Menschen über medizinische Versorgung und Lebensmittel bis hin zu Hygieneartikeln und Matratzen.
„Humanitäre Hilfe darf nicht zum Kollateralschaden politischer und militärischer Eskalation werden“, so Bodmann weiter. „Wir fordern, dass alle Konfliktparteien das humanitäre Völkerrecht einhalten und die Zivilbevölkerung geschützt wird. Gleichzeitig braucht es von Seiten Europas und Österreichs ein klares Bekenntnis zur Stärkung der humanitären Hilfe im Nahen Osten.“ Konkret fordert Bodmann einen gezielten Ausbau der humanitären Unterstützung für die betroffenen Länder der Region. Internationale und europäische Hilfsinstrumente müssen ausreichend finanziert werden, damit rasch, koordiniert und wirksam geholfen werden kann. Gerade in einer Situation zunehmender regionaler Instabilität ist verlässliche humanitäre Hilfe ein zentraler Beitrag zur Stabilisierung und zum Schutz von Menschenleben.
So hilft die Caritas im Libanon – Solidarität macht Hilfe möglich
Unmittelbar nach Beginn der Eskalation hat die Caritas gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen mit Nothilfe begonnen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen im Libanon berichten von einer rasch wachsenden Zahl an Menschen, die dringend Schutz und Unterstützung benötigen. Damit unsere Hilfe aufrechterhalten und ausgeweitet werden kann, sind wir auf die Solidarität der Menschen in Österreich angewiesen. Spenden sind jetzt entscheidend, um Familien im Libanon mit medizinischer Versorgung, Lebensmitteln und dem Notwendigsten zum Überleben zu unterstützen.“
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