- 19.02.2026, 12:52:03
- /
- OTS0098
FPÖ – Schnedlitz zu Epstein-Files: „Österreichische Behörden müssen endlich tätig werden!“
Verbindungen offenkundig: Nun Ermittlungen analog zu Frankreich oder Norwegen gefordert
„Es kann nicht sein, dass es weltweit zu Festnahmen und Rücktritten kommt, während in Österreich im Zusammenhang mit den Epstein-Files beinahe aktiv und demonstrativ weggeschaut wird. Es geht um schwere Verbrechen, möglicherweise um organisierte Kriminalität und um mutmaßliche Verbindungen nach Österreich: Teils sogar in Richtung von Ministerien, anderer offizieller und privater Institutionen sowie bis hinein in die österreichische Politik. Und hier passiert schlichtweg gar nichts, während in anderen Ländern die Ermittlungen auf Hochtouren laufen und bereits die Handschellen klicken! Was ist mit den zuständigen Ministern und Behörden los? Sie sollen sich umgehend äußern und erklären, warum man sich hier totstellt!“, zeigte sich FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz empört.
In Frankreich wurde bereits eine Sondereinheit eingerichtet, um die massiven Datenmengen der „Epstein-Files“ gezielt auf Straftaten mit Frankreich-Bezug zu prüfen. Auch andere europäische Länder arbeiten mit Hochdruck. „In Frankreich wird etwa bereits in zwei Richtungen ermittelt: Einerseits wegen möglicher Finanzdelikte wie Korruption oder Geldwäsche, andererseits im Bereich von Sexualdelikten. Eine derartige Sondereinheit zur umfassenden Aufarbeitung sämtlicher Aktennennungen und Bezüge zu Österreich ist nicht nur das Gebot der Stunde, wir hätten sie bereits gestern gebraucht! Bei mutmaßlich schweren Verbrechen darf man nicht einfach wegsehen. Es werden nicht einmal vorhandene Akten gesichtet, obwohl Verbindungen zu Österreich sogar medial bekannt sind“, so Schnedlitz.
„In mehreren Ländern laufen Ermittlungen, etwa auch in Norwegen im Zusammenhang mit Korruptionsvorwürfen. Hat das etwas mit Wien zu tun? Die Akten legen einen Zusammenhang nahe. Ich erwarte mir daher, dass unsere Behörden endlich tätig werden, sich sämtliche relevanten Unterlagen beschaffen und unverzüglich ihre Arbeit aufnehmen. Es kann nicht sein, dass sich seit Wochen dankenswerterweise Journalisten in Österreich mit den Causen befassen, Verbindungen von Epstein und seinen Machenschaften nach Österreich öffentlich thematisiert werden – wenn auch noch vieles nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist – und unsere Behörden beide Augen verschließen, während andere europäische Länder vorzeigen, wie rechtsstaatliche Aufarbeitung funktioniert und wie man das Vertrauen in die Behörden stärkt - gerade dann, wenn es um prominente Netzwerke und mögliche Schwerkriminalität geht“, so Schnedlitz abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Freiheitlicher Parlamentsklub
Telefon: 01/40110-7012
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK






