• 02.02.2026, 12:54:02
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"Europa und Österreich haben Putin durch Trump ersetzt"

Wien (OTS) - 

Die Europäische Union – und damit auch Österreich – laufen nach jahrzehntelanger Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen zunehmend Gefahr, „fliegend“ zum nächsten Gas-Hegemon, den USA, zu wechseln. Aktuelle Zahlen zur Importstatistik bereiten Sorge. Auch der EU-Energiekommissar spricht von einem Weckruf. Aus fremden Fesseln wird man sich nur mit heimischer Energieerzeugung befreien können. Die beste Waffe gegen Öltanker? Erneuerbare Energien.

XX.01.2026: „Seit dem russischen Angriffskrieg 2022 haben wir zaghaft begonnen, Gas als Problem zu sehen. Jetzt ersetzen wir das Gas des einen Despoten durch das eines Politikers, der zunehmend so agiert. Und ausdrücklich gewillt ist, es als Waffe einzusetzen. Europa und Österreich ersetzen Putin durch Trump. Das ist sehr, sehr teuer. Wir haben eines noch immer nicht gelernt: Solange wir vom Gas abhängig bleiben, treiben wir nur den Teufel mit dem Beelzebub aus.“, so IG Windkraft-Geschäftsführer Florian Maringer.

Europa importiert schon heute über ein Viertel seines Gases (27 Prozent) aus den USA (insb. Flüssiggas, also tiefgekühltes, transportfähiges Erdgas). Bis 2030 könnte Europa fast die Hälfte seines Gases aus den Vereinigten Staaten beziehen - eine teure und gefährliche Abhängigkeit, in Zeiten einer höchst angespannten Beziehung zum ehemaligen Partner. „Wir riskieren, die eine Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen“, warnt auch EU-Energiekommissar Dan Jörgensen. 2021, also vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine, kamen erst 5 Prozent der europäischen Gaslieferungen aus den USA. Europa gab im Jahr 2024 knapp 400 Milliarden Euro für fossile Importe aus, Österreich 14 Milliarden Euro. (Quellen: ENTSO-E/Bruegel/Statistik Austria).

„Geld, das in andere Länder abfließt und sozusagen verschenkt wird – für verbrannten Rohstoff“, so Christoph Zipf vom europäischen Branchenverband WindEurope in Brüssel. Gleichzeitig hat die Windenergie im Jahr 2024 100 Milliarden Kubikmeter Gas – umgerechnet 500 große Öltanker – an fossilen Importen verhindert. Bis 2030 könnten bei weiterem Ausbau 200 Milliarden Kubikmeter Gas – also 1000 große Öltanker an fossilen Importen – durch unsere eigene Energie ersetzt werden (Quelle: Rystad Energy)

Wind und Solar haben sich in Europa in den letzten 25 Jahren von weniger als 1 Prozent auf rund 30 Prozent an der europäischen Stromerzeugung gesteigert. (Quelle: Eurostat) „Dass es Ländern, die Windenergie haben, vermeintlich schlechter gehen soll, sagt Donald Trump natürlich nicht ohne Grund. Jede Kilowattstunde Windstrom ist eine Kilowattstunde Gas oder Öl weniger, die er gerne nach Europa exportieren und dafür kassieren möchte.“ Windenergie ist Garant für echte Unabhängigkeit und Souveränität über die Stromrechnung. „Nur so wird man unabhängiger von Despoten und unzuverlässigen Handelspartnern“, so Maringer.

Über die IG Windkraft

Die IG Windkraft ist die Interessenvertretung der österreichischen Windbranche. Heimische Windräder versorgen schon heute rund 2,75 Millionen Haushalte im Land mit sauberem, unabhängigem und günstigem Strom. Nach einer aktuellen, repräsentativen Umfrage befürworten 83 Prozent der Österreicher: innen den Ausbau der Windenergie. Die IG Windkraft repräsentiert rund 180 in den Regionen verankerte, meist mittelständische Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energieform – von der Herstellung über die Planung und Errichtung bis hin zu Betrieb und Wartung. Die österreichische Windbranche beschäftigt etwa 8.000 Menschen und hat in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 1,2 Milliarden Euro pro Jahr erwirtschaftet. Durch Milliarden-Investitionen stärkt sie den heimischen Wirtschaftsstandort.

Rückfragen & Kontakt

IG Windkraft Österreich
Mag.(FH) Gerhard Maier
Telefon: +43 660 9199010
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.igwindkraft.at

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