• 16.06.2025, 11:51:33
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Bogner-Strauß/Gödl: In diesen Tagen sind wir alle Graz – wir halten und stehen zusammen

Gedanken bei Opfern und Angehörigen, Dank an Helferinnen und Helfer – Entschließungsantrag für Verschärfung des Waffenrechts und Maßnahmenpaket für Schulen und Opferschutz

Wien (OTS) - 

“In diesen Tagen sind wir alle Graz. Wir halten und stehen als Gesellschaft in ganz Österreich zusammen”, betonen die beiden steirischen Nationalratsabgeordneten ÖVP-Klubobmann-Stellvertreterin Juliane Bogner-Strauß und ÖVP-Sicherheitssprecher Ernst Gödl zur heutigen Debatte des Nationalrats anlässlich der Regierungserklärung zum Amoklauf an einer Grazer Schule. Der Erklärung von Bundeskanzler Christian Stocker, Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger war eine Trauerminute für die Opfer der schrecklichen Tat vorangegangen.

Bogner-Strauß: Rechtsstaat mit klaren Konsequenzen und Prävention stärken – nicht mit Aktionismus

Bogner-Strauß: “Die menschenverachtende, grausame und sinnlose Gewalttat an einer Grazer Schule lässt uns nicht nur mit der Frage nach dem ‘Warum’ zurück. Der Amoklauf vergangene Woche war nicht nur ein Angriff auf unschuldige Menschen – sondern auf unsere Werte, auf unser friedliches Zusammenleben und unsere Schulen als Orte des Lernens und der Freundschaft.” Für viele Menschen sei seither nichts mehr wie vorher. “Sitzplätze an Familientischen bleiben für immer leer, ebenso wie im Klassenzimmer. Die Politik kann die Zeit nicht zurückdrehen. Aber wir haben die Pflicht darüber nachzudenken, wie wir solche Taten bestmöglich verhindern können”, sagt die ÖVP-Mandatarin.

Die Tragödie von Graz “ist ein Weckruf. Für uns in der Politik, für uns als Gesellschaft, für die Schule als Institution und unser Zusammenleben”. Man dürfe nicht zulassen, dass Menschen sich isolieren sowie radikalisieren und schließlich nur mehr in Hass und Gewalt einen Ausweg sehen. “Unsere Kinder und Jugendlichen brauchen heute mehr denn je Halt und Orientierung, Herzensbildung und Haltung”, so Bogner-Strauß, und weiter: “Jetzt gilt es, den Mut zu haben, unbequeme Fragen zu stellen, ohne Ideologie, sondern aus Verantwortung. Es braucht jetzt keine reflexartige Symbolpolitik. Sondern eine genaue Analyse und die Bereitschaft, daraus zu lernen. Stärken wir den Rechtsstaat nicht mit Aktionismus, sondern mit klaren Konsequenzen und Prävention. Mit der Stärkung unserer Familien. Der Stärkung der Schulen. Und mit einer besseren Verantwortung im Umgang mit Waffen.”

Gödl: Maßnahmenpaket soll für Soforthilfe für Opfer und strengeres Waffengesetz sorgen

“Im Zeichen der gemeinsamen Trauer hat sich gezeigt, dass unsere Gesellschaft über Parteigrenzen und Religionen hinweg Schulter an Schulter zusammensteht. Das hat die Politik aus Bund, Land und Stadt in Graz ebenso gezeigt, wie die am Mittwochabend gemeinsam von der Muslimischen Jugend und dem Landesjugendbeirat in Graz organisierte Trauerfeier”, hält Ernst Gödl, Sicherheitssprecher der Volkspartei, fest. Nun sei es maßgeblich, sich als Politik die Fragen zu stellen, “welche Regeln müssen wir verändern, um Taten wie den Amoklauf in Graz künftig bestmöglich zu verhindern? Wie können wir Aggressionen in der Gesellschaft abbauen? Und was können wir in der Politik und jede und jeder Einzelne dazu tun, den Umgang miteinander zu verbessern?”.

Bundeskanzler Christian Stocker habe diesbezüglich Maßnahmen thematisiert, “die wir voll und ganz unterstützen”: Er, Gödl, habe daher einen gemeinsamen Entschließungsantrag von ÖVP, SPÖ und NEOS betreffend “Verschärfung des Waffenrechts und umfassendes Maßnahmenpaket für Schulen und Opferschutz als rasche und klare Antwort auf den Amoklauf in Graz im Juni 2025” eingebracht. “Damit ersuchen wir die Bundesregierung, dem Nationalrat ein entsprechendes Maßnahmenpaket zuzuleiten. Ein Paket, mit dem wir für Soforthilfe für Betroffene sorgen, größtmögliche Flexibilität für die mündliche Matura an der betroffenen Schule – inklusive der Möglichkeit, ohne mündliche Matura abzuschließen – schaffen, die Sicherheit und Prävention in Schulen stärken sowie das Waffenrecht verschärfen und die Behördenkoordination verbessern”, unterstreicht Gödl.

Die beiden Abgeordneten der Volkspartei abschließend: “Unsere Gedanken, unser Mitgefühl und unsere Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen, die unermessliches Leid ertragen müssen. Und unser Dank und unsere Anerkennung gelten den Einsatz- und Rettungskräften, Helferinnen und Helfern, den Kriseninterventionsteams, den Pädagoginnen und Pädagogen sowie allen, die trösten und für die Betroffenen da sind.” (Schluss)

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