• 11.04.2025, 10:40:24
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FPÖ – Brückl zur Deutschförderung: „Wiederkehrs Aufholjagd ist eine klassische Verlegenheitsaktion“

"Ohne Lehrkräfte wird auch die Deutschoffensive keine positiven Auswirkungen haben"

Wien (OTS) - 

„Die vom NEOS-Bildungsminister heute ausgerufene Aufholjagd kommt viel zu spät, ist halbherzig angelegt und wird die bestehenden Probleme in der Sprachförderung bestenfalls in geringem Ausmaß entschärfen – wenn überhaupt.“ Mit diesen Worten kommentierte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl die Pressekonferenz des Bildungsministers zur Deutschförderung an Österreichs Schulen.

„Die Maßnahmen zur Deutschförderung, die jetzt von der schwarz-rot-pinken Regierung präsentiert wurden, sind halbherzig und jedenfalls ohne jegliche Nachhaltigkeit. Solange die Ursache für die massiven Sprachdefizite nicht bekämpft wird, sind die heute angekündigten 108 Millionen Euro auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Ein umfassender Zuwanderungsstopp wäre jedenfalls das Gebot der Stunde, aber das traut sich die Verliererkoalition nicht anzudiskutieren. Denn dann müsste man sich ja eingestehen, dass die von SPÖ, NEOS und ÖVP betriebene Willkommenskultur der vergangenen Jahre ein Weg in die Sackgasse war. Vor diesem Hintergrund ist die heute angekündigte ‚Aufholjagd‘ nur eine klassische Verlegenheitsaktion, betonte Brückl.

„Allein die von Wiederkehr genannte Zahl, wonach vom Jahr 2021 bis zum heutigen Schuljahr die Zahl der außerordentlichen Schüler um 54 Prozent auf mittlerweile 48.400 angestiegen ist, zeugt in Wahrheit davon, dass in den vergangenen vier Jahren jegliche Entwicklung verschlafen wurde. Zwar hat man über elf Milliarden Euro an Steuergeld für unsinnige und völlig überbordende Corona-Maßnahmen beim Fenster hinausgeworfen, für den Bildungsbereich haben ÖVP und Grüne jedenfalls kein Geld gehabt. Und auch der NEOS-Bildungsminister ist hier in die Pflicht zu nehmen, denn als ehemaliger Wiener Bildungsstadtrat hätte er seit dem Jahr 2020 oft genug Gelegenheit gehabt, auf diese Missstände hinzuweisen. Sein ‚donnerndes Schweigen‘ hallt jedoch noch heute durch die Gänge des Wiener Rathauses. Jegliche Kritik der FPÖ wurde negiert, jeder Hinweis darauf, dass dieses Land keine Zuwanderung mehr vertragen kann, wurde mit noch mehr ‘Ausländer rein’-Rufen quittiert - und jetzt brennt der Hut“, erklärte Brückl.

„Auch dass Wiederkehr bislang noch kein probates Mittel gefunden hat, um den massiven Lehrermangel zu beheben, beweist seine Hilflosigkeit. Ohne Lehrkräfte wird auch die Deutschoffensive keine positiven Auswirkungen haben. Und sich nur darauf zu verlassen, dass sich genug Quereinsteiger melden werden, zeugt von Naivität und jedenfalls nicht von Verantwortungsbewusstsein“, so Brückl.

Abschließend äußerte sich der FPÖ-Bildungssprecher noch zum Ansinnen der NEOS, in dem unter anderem ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr gefordert wird, mit den Worten: „Wir sind gegen ein solches zweites verpflichtendes Kindergartenjahr für alle. Für Kinder, die die deutsche Sprache nicht beherrschen, sollte es dieses zusätzliche Jahr jedoch geben.“

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